Jonathan Nott. Foto: Achim Reissner

Jonathan Nott. Foto: Achim Reissner

Mit Brahms und Mahler nach Südamerika

Die Junge Deutsche Philharmonie geht mit ihrem Ersten Dirigenten und Künstlerischen Berater Jonathan Nott im September auf Südamerikatournee.

Für die Südamerikatournee der Jungen Deutschen Philharmonie ist neben Konzerten in Chile, Brasilien, Peru und Kolumbien ein umfangreiches Erziehungs-Projekt mit Kindern und Jugendlichen geplant. Im Gepäck haben die Musikerinnen und Musiker Johannes Brahms' Sinfonie Nr. 4 und Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 1.  Nach einer intensiven Probenphase in Frankfurt am Main packt das Orchester die Überseekoffer und reist nach Frutillar in Chile. Im dortigen Teatro del Lago finden die Endproben statt, gekoppelt mit der Einstudierung eines Kammermusikprogramms, bei dem sich das Ensemble aus Mitgliedern der Jungen Deutschen Philharmonie sowie chilenischen Musikerinnen und Musikern zusammensetzt. Neben dem regulären Abendkonzert wird es eine Programmvariation für Kinder und Jugendliche geben.

Weiter geht die Reise nach Brasilien, wo neben Konzerten in Rio de Janeiro und Sao Paulo ebenfalls Education-Aktivitäten wie gemeinsames Musizieren und Masterclasses mit Studierenden geplant sind. Letzte Konzert-Station ist die kolumbianische Hauptstadt Bogotá. Auch hier wird es kulturelle Brückenschläge zwischen den Orchestermitgliedern und Kindern und Jugendlichen geben.

Jonathan Nott ist Musikdirektor des Orchestre de la Suisse Romande und des Tokyo Symphony Orchestra sowie Erster Dirigent und Künstlerischer Berater der Jungen Deutschen Philharmonie. Zudem ist er regelmäßig Gastdirigent bei weltweit führenden Orchestern. Für seine Arbeit als Chefdirigent der Bamberger Symphoniker – Paten der Jungen Deutschen Philharmonie – von 2000 bis 2016 erntete er weltweit Anerkennung, reiste mit dem Orchester regelmäßig in die USA, nach Südamerika, China, Japan, zu den Salzburger Festspielen und den BBC Proms. 2013 präsentierte er beim Lucerne Festival zum 200. Geburtstag des Komponisten konzertante Aufführungen von Wagners Ring und dirigierte dort 2015 eine konzertante Aufführung von Verdis Falstaff. Von 1997 bis 2002 war Nott Chefdirigent des Luzerner Sinfonieorchesters und von 2000 bis 2003 beim Ensemble Intercontemporain in Paris tätig. Jonathan Nott war an vielen Aufnahmen beteiligt: György Ligeti war einer seiner Mentoren, und Nott nahm mit den Berliner Philharmonikern dessen gesamte Orchesterwerke für das Label Teldec auf. Bei Tudor Records veröffentlichte er gemeinsam mit den Bamberger Symphonikern preisgekrönte Einspielungen von Mahler, Bruckner, Schubert und Strawinsky.