Dresdner Musikfestspiele unter freiem Himmel. Foto: Killig

Dresdner Musikfestspiele unter freiem Himmel. Foto: Killig

Mit Visionen in die Festspiele

Die 42. Dresdner Musikfestspiele starten am 16. Mai 2019 unter dem Motto »Visionen« in einen neuen Jahrgang.

Intendant Jan Vogler greift mit dem Programm die Impulse der Bauhaus-Bewegung auf und hat bis 10. Juni  Künstler und Musikerkollegen aus Klassik, Jazz, Weltmusik und Crossover bis hin zur Gitarrenlegende Eric Clapton nach Dresden geladen. Mehr als 1.500 Mitwirkende bringen in 56 Veranstaltungen an 26 Tagen insgesamt 22 Spielstätten in der Stadt zum Klingen. Die Konzerte spiegeln dabei nicht nur die Musiktradition Dresdens wider, sondern weisen mit experimentellen Formaten zugleich in die Zukunft. Das rasante Wachstum des Festivals setzt sich auch in diesem Jahr fort: Bereits vor Beginn der Dresdner Musikfestspiele liegen die Karteneinnahmen über dem Ergebnis des Jahrgangs 2018.

Der Auftakt steht am 16. Mai ganz im Zeichen des Originalklangs: Opernbass René Pape gibt sein Debüt mit dem Dresdner Festspielorchester, das Werke von Carl-Maria von Weber, Franz Schubert und Robert Schumann unter der Leitung von Ivor Bolton auf historischen Instrumenten erklingen lässt. Ein visionäres Experiment ist die Uraufführung des Jan Vogler gewidmeten Cellokonzertes durch das WDR Sinfonieorchester unter Cristian Mãcelaru am 18. Mai. Die Komponisten Nico Muhly (USA), Sven Helbig (Deutschland) und Zhou Long (China) haben dafür jeweils einen Satz kreiert und vereinen so die Handschriften aus drei großen Kulturkreisen der Welt in einem Werk.

Weitere Höhepunkte des Festivals sind die Gastspiele des City of Birmingham Symphony Orchestra unter der Leitung von Mirga Gražinyte-Tyla, des Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia – Roma unter Sir Antonio Pappano oder des Orchesters des Mariinsky-Theaters unter Valery Gergiev sowie die lange Jazz Night mit Nils Landgren, China Moses, Ada Rovatti, Randy Brecker, Simon Oslender, Lars Danielsson und Wolfgang Haffner im Kulturpalast. International gefeierte Solisten wie die Geigerin Lisa Batiashvili, der Cellist Yo-Yo Ma mit Pianistin Kathryn Stott, der Pianist Jan Lisiecki, der Geiger Joshua Bell oder Barbara Hannigan, die im Rahmen ihres »Equilibrium«-Projekts als Dirigentin eine konzertante Aufführung von Strawinskys »The Rake’s Progress« in Dresden leitet, versprechen in den kommenden vier Wochen ebenfalls magische musikalische Momente bei den Dresdner Musikfestspielen. Die 42. Dresdner Musikfestspiele finden vom 16. Mai bis 10. Juni 2019 statt.