Musikerin Wu Man. Foto: Stephen Kahn

Musikerin Wu Man. Foto: Stephen Kahn

Morgenland-Festival auf der Seidenstraße

Vielleicht werden über die neue Seidenstraße nicht nur Waren, sondern auch Kulturen ausgetauscht - mit dieser Hoffnung startet das Morgenland-Festival in Osnabrück im Juni.

Das Morgenland Festival Osnabrück 2018 verlagert seinen Fokus weiter nach Osten und wird sich der Musik Zentralasiens widmen. Basis des Festival 2018 ist der Austausch mit der Stadt Almaty, einem eurasischen Knotenpunkt im Südosten Kasachstans. Hier wird das Festival im Mai ein mehrtägiges Gastspiel veranstalten. In der Philharmonie von Almaty spielt die Morgenland All Star Band ein gemeinsames Konzert mit dem kasachischen Ensemble Khazar, das auch das Festival in der Friedensstadt eröffnen wird. 

Der afghanische Rubab-Virtuose Homayun Sakhi macht sich gemeinsam mit Mitstreitern aus Afghanistan und Tadschikistan auf die Suche nach dem ersten Großmogulen, Babur.

Ulzhan Baybussinova und Raushan Orozbaeva präsentieren die traditionelle kasachische Musik. Der syrische Trompeter Nezar Omran trifft auf seinen Kollegen Ingolf Burkhardt von der NDR Bigband gemeinsam mit den Kollegen Florian Weber und Hogir Göregen. 

Hello Psychaleppo ist der Künstlername des syrischen DJ Samer Saem Eldahr, der international für Furore gesorgt hat und erstmals beim Morgenland Festival auflegen wird.

Andy Spyra, seit Jahren dem Festival als Fotograf verbunden, wird im Museumsquartier die Ausstellung "Hass und Hoffnung. Afghanistan" zeigen. Im Rahmen der Ausstellung ist auch das Poetry Project mit Jugendlichen aus Afghanistan und Iran zu erleben. 

Die "Neue Seidenstraße" ist ein gigantisches Infrastrukturprojekt Chinas, das wohl zurecht Ängste in der Welt schürt. Die Neue Seidenstraße des Fesivals greift zurück auf die Idee, dass nicht nur Waren über diese historische Route gelangten, sondern auch Kulturen. 

Das syrische Ensemble Hewar und das armenische Gurdjieff Ensemble arbeiten erstmals zusammen, eine Hommage an eine Jahrhunderte alte besondere Nachbarschaft und eine Bitte um Frieden in Syrien. Mit der VW Werkshalle 2 erkunden die Macher in Osnabrück einen neuen Veranstaltungsort. Es spielt die Morgenland All Star Band und das Ensemble des Morgenland Campus, beleuchtet wird die Halle von Philipp Geist. Der Lichtkünstler hat nicht nur klassische Konzertsäle wie die Elbphilharmonie bespielt, sondern auch die Christusstatue von Rio de Janeiro, den königlichen Thron in Bangkok, den Azadi-Turm in Teheran und  andere Orte weltweit.