Spielen auch, wenn die Lichter ausgehen in der Stadt: die Blechbixn. Foto: Carsten Bunnemann

Spielen auch, wenn die Lichter ausgehen in der Stadt: die Blechbixn. Foto: Carsten Bunnemann

München macht Musik

Oper, Kirche, Club: Am 30. April lädt München zur Musiknacht und viele Musiker machen mit. Selbst für Münchner dürfte das spannend sein: Viele Spielorte dürften auch dem Kenner der Stadt noch neu sein.

Am 30. April tanzt München zur Langen Nacht der Musik in den Mai. Über 100 Spielorte in der Innenstadt laden ein zum Zuhören, Mitwippen und Tanzen. Mit dabei sind nicht nur große Konzerthäuser, Bühnen und Musikkneipen – auch viele Cafés, Bars, Restaurants, Kirchen, Tanzschulen, Kulturinstitute, Museen, Clubs und Hotels haben eigens ein nächtliches Konzertprogramm auf die Beine gestellt. So vielfältig und reizvoll wie die Mischung der Spielorte ist auch das Programm. Neben Klassik, Oper und Orgelmusik werden Rock, Pop, Jazz, Swing, Salsa, Tango, Funk & Soul, traditionelle und moderne Volksmusik sowie Tanzkurse, Führungen und Performances geboten – alles live.

Von Haus zu Haus kommt man mit dem Shuttlebus, denn die Spielstätten sind miteinander vernetzt und werden im 10-Minuten-Takt angefahren. Das Kombiticket kostet 15 € und gilt als Eintrittskarte für alle beteiligten Häuser sowie als Fahrkarte für die Shuttlebusse der MVG. Eine fest vorgegebene Route gibt es nicht – jeder kann sich seinen eigenen Konzertplan zusammenstellen, oder sich einfach treiben lassen.

In jedem Fall erwartet die Besucher eine Reise durch München, auf der man nicht nur in die Musik unterschiedlichster Genres, Kulturen und Epochen hineinschnuppern kann. Der eine oder andere Besucher entdeckt ganz nebenbei auch ihm unbekannte Orte und Spielstätten seiner Stadt.

Eröffnet wird Die Lange Nacht der Musik um 20 Uhr im Theatinerhof des Kultusministeriums von einer preisgekrönten Bigband. Vom Odeonsplatz aus starten alle Shuttlebuslinien zu den restlichen Spielorten. Im Programm finden sich bekannte Konzerthäuser wie die Bayerische Staatsoper, die Hochschule für Musik und Theater München der Gasteig sowie der Bayerische Rundfunk und BMW in der Lounge am Lenbachplatz. Auch ungewöhnliche Spielstätten wie die Agentur für Arbeit München oder die GEMA öffnen ihre Türen für die Nachtschwärmer. Sogar in der Alten Rotation, der ehemaligen Druckerei in der Bayerstraße, wird in dieser Nacht wieder durchgemacht.

Viele neue Teilnehmer wie das Flex und das Kooks, das Hotel Holiday Inn oder der Akademische Gesangverein gesellen sich zu Lange Nacht-Größen wie der  Glockenbachwerkstatt,  dem Night Club im Hotel Bayerischer Hof,  dem Ratskeller am Marienplatz  oder dem Gasthaus Isarthor und der Rockbox Bar im Tal.

Gefeiert wird auch der Internationale Tag des Jazz und ein weiterer Programmschwerpunkt liegt in diesem Jahr bei den acht Kirchen, die sich mit Konzerten, Lichtkunstprojekten und interaktiven Installationen beteiligen. In die weite Welt der Musik und der Kulturen hineinschnuppern können die Gäste außerdem im Münchner Stadtmuseum, dem Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst sowie in diversen Kulturinstituten.

www.muenchner.de/musiknacht