Überarbeiteter Henn-Entwurf Gasteig-Generalsanierung: Blickachse Isar. Bild: Architektur Henn / Visualisierungen MIR

Überarbeiteter Henn-Entwurf Gasteig-Generalsanierung: Blickachse Isar. Bild: Architektur Henn / Visualisierungen MIR

Münchner Büro plant Münchner Kulturzentrum

Die Sanierung des Gasteig rückt näher. Der Münchner Stadtrat hat entschieden: Die Henn GmbH aus München soll den multifunktionalen Gebäudekomplex erneuern für die Zukunft.

Der Stadtrat folgte damit der Empfehlung des Aufsichtsrats der Gasteig München GmbH sowie dem Rat eines Gremiums aus Experten und ranghohen Vertretern der Landeshauptstadt München, das über den am besten geeigneten Entwurf für die Generalsanierung des Kulturzentrums diskutiert hatte. Grundlage für die Entscheidung waren drei Entwürfe, die im Mai im Rahmen eines internationalen Architekturwettbewerbs prämiert worden waren. Das Preisgericht hatte den Büros Auer Weber Assoziierte GmbH aus München, Henn GmbH aus München und wulf architekten GmbH aus Stuttgart gleichrangige Preise verliehen und sie zur Überarbeitung ihrer Entwürfe aufgefordert.

„Wir freuen uns unglaublich über die heutige Entscheidung des Stadtrats. Der Gasteig leuchtet – nach außen und innen. Das übersetzt der Entwurf des Büros Henn auf grandiose Weise in Architektur“, sagt Gasteig-Geschäftsführer Max Wagner. „Ein leuchtendes Band verbindet alles und alle. Zugleich entsteht ein architektonisches Markenzeichen, das weit über Münchens Grenzen hinaus strahlen wird“. Herzstück des Entwurfs der Henn GmbH ist die Idee einer „Kulturbühne“, die mit einem durchgängigen gläsernen Band nicht nur großzügige Ein- und Ausblicke gewährt, sondern vor allem die Angebote der im Gasteig ansässigen Institute miteinander verbindet. Auch die Planung von Neuerungen wie ein Aussichtspunkt mit Dachrestaurant, ein Lerngarten und gesonderte Räume für Kulturvermittlung wurden positiv bewertet.

"Ich freue mich, dass der Stadtrat sich für eine Vergabe an das Architekturbüro Henn entschieden hat. Dieser Entwurf besticht vor allem durch seine herausragende Funktionalität für alle Nutzungen. Damit ist auch in Zukunft die Bedeutung des Gasteig sichergestellt: als Europas größtes und vielfältigstes Kulturzentrum“, sagt Bürgermeister Josef Schmid, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Gasteig München GmbH. Der Gasteig will nun zunächst Gespräche mit dem ausgewählten Architekturbüro, den Fachplanern der Generalsanierung sowie mit den vier ursprünglichen Architekten des Gasteig bzw. deren Erben aufnehmen. Parallel läuft die Suche nach einem Akustikbüro für die Neugestaltung der Philharmonie.  

Der Gasteig soll nach einer über 30-jährigen intensiven Nutzung des Gebäudes generalsaniert werden – voraussichtlich ab 2021. Dabei soll nicht nur die Gebäude-, Kommunikations-, Medien- und Sicherheitstechnik auf den neuesten Stand gebracht werden, sondern der Gasteig soll in allen Bereichen fit für die Zukunft gemacht werden. Dazu gehören unter anderem flexible Nutzungen, aber auch Themenbereiche wie Nachhaltigkeit und Inklusion. Der Gasteig will für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen, für Münchner Bürgerinnen und Bürger sowie nationale und internationale Gäste ein attraktiver und lebendiger Ort sein.