Münchner Rundfunkorchester

Das Rundfunkorchester des Bayerischen Rundfunks setzt auch in seiner 67. Spielzeit und der dritten Saison mit Chefdirigent Ivan Repušić

"In den ersten beiden Spielzeiten als Chefdirigent des Münchner Rundfunkorchesters haben wir musikalisch und menschlich eine wunderbare Basis gefunden. Darauf aufzubauen, unser Orchester weiter voranzubringen und seine herausragenden Fähigkeiten noch besser zu profilieren, darauf freue ich mich sehr!", sagt Chefdirigent Ivan Repušić. "Mir ist wichtig, dass wir den Begriff des Brückenschlagens nicht nur auf die Musik an sich beziehen, sondern auch auf die Auswahl der Solisten und den Austausch mit Kulturschaffenden anderer Regionen und Länder: Ich sehe uns auch als Kulturbotschafter!".

So wird Ivan Repušić im Februar 2020 ein Werk von Igor Kuljeric, dem bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten Kroatiens, vorstellen. Genau in dem Jahr, in dem zuerst Kroatien die EU-Präsidentschaft innehat und im zweiten Halbjahr Deutschland folgt: Das "Glagolitische Requiem" von Igor Kuljeric für Soli, Chor und Orchester wird unter Mitwirkung deutsch-kroatischer Solistinnen und Solisten und des BR-Chors in München im 2. Konzert der Reihe Paradisi gloria erklingen, eine Woche später in der Vatroslav Lisinski Concert Hall in Zagreb.  

Die in der Spielzeit 2017/2018 initiierte Berufung eines Artist in Residence wird fortgesetzt. Nach den erfolgreichen Residenzen der lettischen Sopranistin Marina Rebeka und des italienischen Schlagzeugers Simone Rubino wird der Schweizer Flöten-Virtuose Emmanuel Pahud das Münchner Rundfunkorchester durch die Spielzeit geleiten. Die erste gemeinsame CD ist bereits eingespielt.  

Der Zyklus mit Opern des jüngeren Verdi, den Ivan Repušić mit "Luisa Miller" in seinem Antrittskonzert im September 2017 initiiert und in der vergangenen Spielzeit mit "I due Foscari" fortgesetzt hat, wird mit "Attila" weitergeführt: "Frühe Verdi-Opern werden an den großen Häusern selten gespielt. Die Besetzung des Münchner Rundfunkorchesters mit rund 55 Musikern ist optimal für diese Werke. Ihre Klangsprache stellt große Anforderungen an das Zusammenspiel und verlangt alles, was 'gesund' ist für die Spielkultur eines Orchesters", so Ivan Repušić.

Die traditionsreichen Sonntagskonzerte, in denen konzertantes Musiktheater in großer Bandbreite geboten wird, warten in der kommenden Spielzeit mit weniger bekannten Werken und Entdeckungen aus dem Œuvre bekannter Komponisten auf: Giuseppe Verdis “Attila“, Albert Lortzings “Zum Groß-Admiral“, in bewährter Kooperation mit der Stiftung Palazzetto Bru Zane “L’Île du Rêve“, eine polynesische Idylle in drei Akten von Reynaldo Hahn und Gioacchino Rossinis “Le Comte Ory“.  

In der Reihe Mittwochs um halb acht stehen spannende Themenabende auf dem Programm: von “Bienvenue, Emmanuel!“, dem Willkommenskonzert für und mit dem Artist in Residence Emmanuel Pahud, über “Christmas at the Movies Vol. 2“ mit Filmmusik aus Weihnachtsklassikern und “Gershwin Melodies“ mit dem Thilo Wolf Quartett bis zu “Beethoven 2020“, wenn aus Anlass des 250. Geburtstags von Beethoven dessen Schauspielmusik zu Goethes “Egmont“ erklingt und der u.a. als ´Bergdoktor’ bekannte Hans Sigl die Geschichte von Egmont erzählt.  

Die seit dem Jahr 2000 bestehende Reihe Paradisi gloria in der modernen Münchner Herz-Jesu-Kirche ist in der kommenden Spielzeit abermals dem Gedanken des Brückenschlages verpflichtet. Nach den Brücken in andere Sprachräume in der Spielzeit 2017/2018 und den Brücken in der Zeit in der Spielzeit 2018/2019 sind es nun die Brücken zu anderen Traditionen: in die Pop-Musik, in die altkirchliche Glagolitza und in die spanisch-südamerikanische Folklore.  

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