Komponistin Nina Senk. Foto: Jenny Sieboldt

Komponistin Nina Senk. Foto: Jenny Sieboldt

Musica viva Reihe des Bayerischen Rundfunks

In der musica viva-Konzertsaison 2019/20 stehen sechs Auftragskompositionen von Milica Djordjević, Arnulf Herrmann, Bernhard Lang, Philippe Manoury, Matthias Pintscher und Nina Šenk auf dem Programm.

Zu den Uraufführungen gibt es bei Musica viva Werke von John Adams, Louis Andriessen, Luc Ferrari, Olga Neuwirth, Hans Zender und Klaus Ospald. Letzterer erhält auch den Happy New Ears-Komponistenpreis der Hans und Gertrud Zender-Stiftung. Erstmals gastiert bei der musica viva der Dirigent Pablo Heras-Casado. Ebenfalls erstmals zu Gast in München ist, dank der räsonanz-Stifterkonzertinitiative der Ernst von Siemens Musikstiftung, das Orchester Les Siècles unter der Leitung seines Chefdirigenten François-Xavier Roth.    

Der Komponist Klaus Ospald, der seit vielen Jahren in Würzburg lebt und arbeitet, erhält am 22. November 2019 den Happy New Ears-Komponistenpreis der Hans und Gertrud Zender Stiftung. Aus diesem Anlass wird seine großformartige Komposition Más raíz, menos criatura für Orchester, Klavier und achtstimmigen Kammerchor in einem Konzert zusammen mit Hans Zenders Werk 33 Veränderungen über 33 Veränderungen – eine "komponierte Interpretation" von Beethovens Diabelli-Variationen für Orchester – vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks präsentiert. Es dirigiert Peter Rundel; zu Gast sind der Pianist Markus Bellheim und das Vokalensemble Singer Pur.  

Sechs Auftragsarbeiten der musica viva, geschrieben für den Chor und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, finden ihre Uraufführung bzw. Deutsche Erstaufführung in der Saison 2019/2020: Matthias Pintscher vollendet seinen dreisätzigen SHIRIM-Zyklus für Bariton (besetzt mit Georg Nigl), Chor und Orchester. Zu Beginn dieses Konzertabends am 7. Februar 2020 steht die Premiere eines neuen Orchesterwerkes der slowenischen Komponistin Nina Šenk.  

Der in Wien lebende Komponist Bernhard Lang schreibt für Ilya Gringolts ein Violinkonzert, das zusammen mit Gran Pianola Music für zwei Klaviere (GrauSchumacher PianoDuo), drei Frauenstimmen (Trio Mediaeval) und Orchester von John Adams und den Mysteriën des Niederländers Louis Andriessen am 27. März 2020 zu hören sein wird. Von Arnulf Herrmann wird am 29. Mai 2020 ein großformatiges Werk für Orchester und Sopran uraufgeführt und gemeinsam mit Olga Neuwirths Klavierkonzert locus … doublure … solus präsentiert. Solistinnen sind die Sopranistin Anja Petersen und die Pianistin Tamara Stefanovich.  

Das Saisonfinale bringt die Deutsche Erstaufführung eines neuen Werkes des französischen Komponisten Philippe Manoury – ein gemeinsamer Auftrag der musica viva und des Konzerthauses Casa da Música in Porto – und schließlich die Uraufführung einer neuen Komposition für Chor und Orchester der aus Belgrad stammenden, seit vielen Jahren in Berlin lebenden Komponistin Milica Djordjević, Förderpreisträgerin der Ernst von Siemens Musikstiftung 2016. Luc Ferraris nur selten aufgeführte symphonische Dichtung Histoire du Plaisir et de la Désolation beschließt das letzte Konzert der Saison 2019/20 am 19. Juni 2020.  

In der Konzertsaison 2019/20 werden Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks geleitet von Johannes Kalitzke, Brad Lubman, Matthias Pintscher, Peter Rundel und Pablo Heras-Casado. Gäste sind das Vokalensemble Singer Pur, das norwegische Frauenstimmenensemble Trio Mediæval, das GrauSchumacher Piano Duo, außerdem die Solist/-innen Tamara Stefanovich, Anja Petersen, Georg Nigl, Ilya Gringolts und Markus Bellheim.  

Dank der räsonanz-Stifterkonzertinitiative der Ernst von Siemens Musikstiftung ist am 23. Mai 2020 erstmals das in Paris ansässige Orchester Les Siècles unter der Leitung seines Gründers und Chefdirigenten François-Xavier Roth in München zu Gast mit Musik von Jean-Philippe Rameau, Philippe Manoury und Edgard Varèse.