Auch das Verdi Quartett tritt im kleinen Rahmen auf. Foto: Kulturamt Fuessen/Peter Samer

Auch das Verdi Quartett tritt im kleinen Rahmen auf. Foto: Kulturamt Fuessen/Peter Samer

Musik in den Häusern der Stadt

Rudelgucken versus intimes Konzert: Wer Letzteres mag, ist bei den Konzerten der Reihe Musik in den Häusern der Stadt richtig - in Köln, Bonn, Düsseldorf, Hamburg, Berlin, München und anderswo.

Wenn beschriebene Musik wie ein erzähltes Mittagessen ist, wie Franz Grillparzer sagt, dürften alle Besucher des Festivals „Musik in den Häusern der Stadt" sprichwörtlich mehr als satt werden: Denn die unkonventionelle Atmosphäre in Wohnzimmern und an anderen ungewöhnlichen Orten, die Nähe der Besucher zu den Künstlern und die Qualität der Musik machen aus jedem Konzert ein individuelles Erlebnis – liebevolle Bewirtung der privaten Gastgeber inklusive.

In der 21. Ausgabe treten vom 7. bis 12. November 2017 in Köln, Bonn und Hamburg, das sein zehntes Jubiläum feiert, etablierte Künstler und vielversprechende Newcomer quer durch alle Genres auf.

In diesem Jahr spielen insgesamt 211 Künstler bei 82 Konzerten Klassik, Jazz, Pop, Tango, Balkan, Weltmusik, Gypsy, Swing, Singer-Songwriter, Soul, Funk, Salsa, Bossa Nova, Flamenco, Experimentelles und Minimal Music.

Ähnlich facettenreich sind die 81 Häuser, die sich nur für dieses Festival öffnen: Wohnzimmer, Villen, Fabrikhallen und ein Zirkusquartier gehören ebenso dazu wie ein Bettenhaus, eine Müllverbrennungsanlage, ein Gewächshaus und Lofts. Beispiele für musikalische Highlights beim diesjährigen Festival sind Fay Claassen, Joscho Stephan, Olivia Trümmer, Pimpy Panda, Les Brünettes, das Marcel Wasserfuhr Quartett, Alexander Paeffgen und Firas Hassan, Olga Scheps, das Verdi Quartett, Gregor Schwellenbach, Christina Lux, das Tonali Streich Trio und Marvin Brooks.

„Musik in den Häusern der Stadt" wird ausschließlich aus privaten Mitteln finanziert, die vor allem von den Gastgebern und zahlreichen Förderern und Sponsoren stammen. Die Gesamtfestival- und Programmleitung für Köln hat erstmals Marie-Katrin Schnermann. Für Bonn ist Brigitte Pütz, für Hamburg Maike Schäfer verantwortlich.

„Musik in den Häusern der Stadt" des KunstSalon Köln e.V. startete mit wenigen Konzerten und zwei Ausgaben im Jahr 1998 in Köln und entwickelte sich schnell zu einem beliebten Kulturangebot in der Region. In der Folgezeit organisierte der ausrichtende KunstSalon Köln das Festival einmal jährlich auch in weiteren Regionen Deutschlands, etwa in Bonn, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Berlin, Frankfurt, Wiesbaden, Karlsruhe, Mannheim, München und im Ruhrgebiet. Seit 2014 sind Köln, Bonn und Hamburg die ständigen Festivalorte.

Der KunstSalon e.V. in Köln ist eine Privatinitiative zur Förderung von Kunst und Kultur. Seit 1994 setzt er sich mit zahlreichen Projekten in den Sparten Film, Bildende Kunst, Musik, Literatur, Theater und Bühnentanz dafür ein, Künstler und Kulturinteressierte zusammen zu bringen. Ein Schwerpunkt ist die Nachwuchsförderung. In einem ehemaligen Fabrikloft bietet der KunstSalon regelmäßig Konzerte, Gespräche und Sonderveranstaltungen an. Die zahlreichen Aktivitäten werden vom Unterstützerkreis „Freunde des KunstSalon" und der KunstSalon-Stiftung begleitet.

www.kunstsalon.de/musik-in-den-haeusern-der-stadt