NS Dokumentationszentrum München. Foto: Jens Weber

NS Dokumentationszentrum München. Foto: Jens Weber

Musiker im Exil

Welche Erfahrungen machen Musiker, die ihre Heimat verlassen müssen und ins Exil gehen? Wie wirkt sich das Exil auf die künstlerische Arbeit aus? Diese und andere Fragen werden in einer Gesprächsrunde bei BR Klassik diskutiert.

Die Sende- und Veranstaltungsreihe Thema Musik live ist am Donnerstag, 14. Februar 2019, erstmals zu Gast im NS-Dokumentationszentrum in München. Welche Erfahrungen machen Musiker, die ihre Heimat verlassen müssen und ins Exil gehen? Wie wirkt sich das Exil auf die künstlerische Arbeit aus? Diese und andere Fragen werden um 20.00 Uhr in einer Gesprächsrunde mit musikalischer Begleitung diskutiert. BR-Klassik überträgt die Veranstaltung live im Hörfunk.  

Die Erfahrungen des Exils sind aus dem europäischen Bewusstsein nicht wegzudenken. Fast ganz Europa war im 20. Jahrhundert mit der bitteren Lektion des Exils konfrontiert – die Betroffenen mit harten persönlichen und beruflichen Erfahrungen, die Länder mit dem Verlust eines Teils ihrer Elite.  

Musik wird indes gerne als "universelle Sprache" zitiert, die man überall auf der Welt versteht. Ist das wirklich so? Welche Erfahrungen machen Musiker, die ihre Heimat verlassen müssen und ins Exil gehen? Wie wirkt sich das Exil auf die künstlerische Produktion aus? Gab und gibt es eine bewusste Auseinandersetzung mit dem Thema in den Werken? Gibt es gar eine Exilmusik? Darüber diskutieren im NS-Dokumentationszentrum in München dessen Direktorin Mirjam Zadoff, der Soziologe Armin Nassehi und der Musikwissenschaftler und Produzent Michael Haas. Avi Avital (Mandoline) und David Adorján (Violoncello) spielen dazu Musik von Bach, Glière, Kodály, Schulhoff und Widmann. Es moderiert Meret Forster. Eine Kooperation von BR-Klassik mit dem NS-Dokumentationszentrum München. Der Eintritt ist frei.