Auch Magdalena Kozena kommt zum Musikfest nach Bremen. Foto: Harald Hoffmann/Deutsche Grammophon

Auch Magdalena Kozena kommt zum Musikfest nach Bremen. Foto: Harald Hoffmann/Deutsche Grammophon

Musikfest Bremen mit feinen Nuancen

Populäre Meisterwerke oder der Vergessenheit entrissene Raritäten quer durch die Jahrhunderte, Programme verschiedener Genres und dazu eine erlesene Auswahl von Künstlern, die zu den Besten ihres Fachs zählen – das Musikfest Bremen rührt die Werbetrommel.

Vom 25. August bis zum 15. September findet das 29. Musikfest Bremen statt. 39 Veranstaltungen in 31 Spielstätten in Bremen, Bremerhaven sowie ausgewählten Spielorten im gesamten Nordwesten versprechen einmal mehr mitreißende Konzerterlebnisse.

Gewohnt stimmungsvoll beschert gleich der Eröffnungsabend „Eine große Nachtmusik“ mit seinen 27 Konzerten in drei Zeitschienen rund um den illuminierten Marktplatz ein aufregendes Mit- und Nebeneinander von Repertoires und Spielstätten – mit Teodor Currentzis, Jos van Immerseel oder Alessandro Quarta und ihren eigenen Ensembles sowie dem Chor Tenebrae, dem Akkordeon-Virtuosen Martynas Levickis, der klassischen Band SPARK oder der Richard Bona Group.

In den nachfolgenden drei Wochen rückt das Arp-Schnitger-Festival erneut den aus der Wesermarsch stammenden Orgelbauer in den Fokus, während das Musikfest Surprise als Experimentierlabor in der Überseestadt mit allein drei Deutschland-Premieren wieder den Blickwinkel für neue Perspektiven öffnet.

Operngenuss vom Feinsten bieten Marc Minkowski und Les Musiciens du Louvre mit Jacques Offenbachs „Les Contes d'Hoffmann“ genauso wie Jérémie Rhorer und Le Cercle de l’Harmonie mit Gioacchino Rossinis Opera buffa „Il barbiere di Siviglia“. Die Bremer Philharmoniker bitten ihren neuen GMD Marko Letonja zum Musikfest-Debüt und Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen den russischen Star-Pianisten Evgeny Kissin auf die Bühne.

Weitere Musikfest-Debüts stehen mit der französischen Dirigentin Laurence Equilbey und ihrem Insula Orchestra, dem frankokanadischen Pianisten Marc-André Hamelin und dem Bariton Christian Gerhaher an. Erstmals reist auch das tschechische Originalklangensemble Collegium 1704 an, das sich mit Mezzosopranistin Magdalena Kožená ebenso barockem Repertoire widmet wie Delphine Galou und die Accademia Bizantina sowie das Freiburger Barockorchester mit René Jacobs.

Kammermusikalische Spezialistäten sind in den besten Händen bei Renaud Capuçon, David Fray, Gérard Caussé, Paul Meyer oder Aaron Pilsan, wohingegen Klänge abseits der klassischen Pfade bei Avi Avital und Omer Klein genauso garantiert sind wie beim Metropole Orkest und Jules Buckley, die Jacob Collier und Bokanté begrüßen und daneben in ihrer Big Band-Besetzung auf China Moses treffen. Zum Finale würdigen Fabio Biondi und Europa Galante das 150. Todesjahr Rossinis mit dessen prächtiger „Petite Messe solennelle“.