Porträt Hans-Christoph Rademann. Foto: Martin Förster

Porträt Hans-Christoph Rademann. Foto: Martin Förster

Musikfest Erzgebirge mit vielen Träumen

Zum Abschluss einer thematischen Trilogie wartet das Musikfest Erzgebirge in diesem Jahr nach den »Blicken« (2014) und »Wegen« (2016) mit ganz unterschiedlichen »Träumen« auf. Intendant ist Hans-Christoph Rademann.

Künstlerisch hochkarätige Festkonzerte wechseln sich beim Musikfest Erzgebirge im September ab mit jungen, überraschenden Formaten – die Mischung, für die das dramaturgisch klug durchinszenierte Festival unter der Intendanz von Prof. Hans-Christoph Rademann steht.

„Das Musikfest Erzgebirge hatte von Anfang an einen hohen Anteil überregionaler Besucher“, so Hans-Christoph Rademann. „Mithilfe unserer Freunde und Partner vor Ort, mit den Kirchgemeinden, den Städten und Kommunen, schaffen wir es, den Besuchern aus ganz Deutschland, ja Europa, aber auch dem treuen Publikum der Erzgebirgsregion ein abwechslungsreiches Programm auf allerhöchstem künstlerischen Niveau zu bieten.“ Der Landrat des Erzgebirgskreises, Frank Vogel fügt hinzu: „Bei vielen Musikliebhabern ist das Musikfest im Jahreskalender fest verankert. Und mit ca. 30 Prozent ist der Anteil überregionaler Besucher hoch – das ist natürlich ein guter touristischer Effekt. Das Bild vom Erzgebirge wird durch das Musikfest durch einen weiteren, wichtigen Stein ergänzt und noch stärker als Ort der Hochkultur wahrgenommen.“

Nach dem festlichen Eröffnungskonzert in der St. Martinskirche in Zschopau am 7. September reihen sich dieses Jahr Konzerte in Annaberg-Buchholz, Schlettau, Grünstädtel, Grünhain, Augustusburg, Freiberg, Schneeberg, Stützengrün und Schwarzenberg zu einer Kette farbiger, teils wilder »Träume«. Als ganz besonderer Höhepunkt ist 2018 ein barocker Circus auf dem Marktplatz von Annaberg-Buchholz geplant, der die Besucher bereits ab dem 6. September in elf Vorstellungen musikalisch an die Anfänge des modernen Circus führen wird.

Das Motto "Träume" taucht nahezu zwanghaft in jedem Konzerttitel auf: Barocke Circusträume, königlich träumen, Nachtkonzert gegen schlechte Träume, Albtraum des Krieges, Wilder Traum ... Dahinter verbirgt sich dann jedoch ein Konzertangebot mit Klangkörpern wie dem Ensemble Stimmwerk, der Erzgebirgsphilharmonie, dem Dresdner Kammerchor, dem Barockorchester Breslau oder dem Lettischen Rundfunkchor.

Auf dem Programm stehen zum Beispiel Jephta von Händel, der Traum des Scipio von Hasse, der Lobgesang von Mendelssohn und viele kleinere Werke von Tartinis Teufelstriller-Sonate über Klavierwerke und Lieder Schumanns bis hin zu Arvo Pärt. Das Kernrepertoire aber kommt aus dem Barock (Schütz, Bach). Intendant des Festivals ist Hans-Christoph Rademan, der u. a. Leiter der internationalen Bach-Akademie in Stuttgart ist.