Francesca Aspromonte. Bild: Ribalta Luce Studio

Francesca Aspromonte. Bild: Ribalta Luce Studio

Musique de La Chaux-de-Fonds

Die 126. Saison der Société de Musique de La Chaux-de-Fonds startet heute und geht bis zum 10. Mai 2019 auf eine musikalische Reise von Russland nach Spanien, über Skandinavien und Italien.

Zu den prominenten Künstlern der Reihe zählt der Flötist Maurice Steger, dem die Konzertsäle weltweit eine Renaissance der Barockflöte verdanken. Steger nimmt, unterstützt von der Lautten Compagney, zur Konzerteröffnung am 26. Oktober 2018 mit auf eine Reise durch Italien und Deutschland in der Barockzeit. Bruno Monsaingeon widmete dem von ihm entdeckten Geiger Waleri Sokolow den Film «Un violon dans l’âme»; der Künstler spielt am 20. November 2018 zusammen mit brillanten jungen Talenten des Russischen Nationalorchesters unter der Leitung des Esten Mihhail Gerts.

Lang erwartet ist der russische Pianist und Gewinner des renommierten Tschaikowski-Wettbewerbs Nikolai Luganski, der am 30. November zum ersten Mal in La Chaux-de-Fonds gastiert. Sein Landsmann Grigori Sokolow ist regelmässiger Gast der Société de Musique de La Chaux-de-Fonds und seine Konzerte sind legendär. Er kommt am 16. März 2019 in den von ihm sehr geschätzten Musiksaal. Nelson Freire, ein weiterer ganz Großer am Klavier, lädt am 9. April 2019 zu einer Promenade unter freiem Himmel ein, u. a. mit Beethovens Mondscheinsonate.

Beethoven steht am 17. Februar 2019 auch auf dem Programm der argentinischen Cellistin Sol Gabetta und des südafrikanischen Pianisten Kristian Bezuidenhout. Nach Skandinavien führt die Reise am 27. Januar 2019 mit Frank Braley – dem «großen Bruder von Capuçon» und seinen Mitstreitern vom Orchestre Royal de Chambre de Wallonie. Kleine Köstlichkeiten groß verpackt, die sicherlich in die Annalen der Uhrenstadt eingehen werden, gibt es am 8. Januar 2019: Menschliche Leidenschaften entfesseln sich mit Mozarts Meisterwerk Don Giovanni, in einer halbszenischen Aufführung mit Erwin Schrott, hochkarätigen weiteren Interpreten und dem Kammerorchester Basel unter der Leitung von Giovanni Antonini.

La Société de Musique de La Chaux-de-Fonds setzt auch auf Neuentdeckungen, etwa auf Jean Rondeau, einen aufsteigenden Stern der internationalen Cembalo-Szene. Sein Spiel sei von unglaublicher Klarheit, Leidenschaft und zeuge von großer Musikalität, so Maurice Steger. Der junge Lockenkopf verleiht dem Instrument am 4. November eine starke Verjüngungskur – das Publikum darf gespannt sein! Jugend, Schönheit und unglaubliches Talent – all das bietet die junge italienische Sopranistin Francesca Aspromonte am 16. Dezember, begleitet von der Camerata Bern und dem Bernvocal unter der Leitung des Geigers und Orchesterleiters Enrico Onofri – ein Konzert, das die Société de Musique de La Chaux-de-Fonds zum Anlass nimmt, gemeinsam mit dem Publikum Weihnachten zu feiern.

Auch der große Plácido Domingo ist sein Fan – gemeint ist der geniale Gitarrist Pablo Sáinz Villegas – gemeinsam mit ihm gab er ein Konzert am Amazonas, vor einer riesigen Menschenmenge und Villegas wird die Saison am 10. Mai beenden, zusammen mit dem Orquestra de Cadaquès unter der Leitung seines Chefs Jaime Martín.

In der Sonderkonzertreihe bietet die Société de Musique de La Chaux-de-Fonds als Novum ein Gitarrenkonzert, lässt Sie am 10. November 2018 in intimerem Rahmen teilhaben am 10-jährigen Jubiläum des Basler Ensembles SoloVoices, Kulturprozent Migros präsentiert über seine Konzertvermittlung das Duo Alexandre Beuchat (Jura) und Marija Bokor (St. Gallen), die uns am 9. Dezember 2018 Schuberts Winterreise interpretieren. Schubert steht auch auf dem Programm des Duos für Klavier zu vier Händen Soós Haag, das am 7. März einen öffentlichen Interpretationskurs zu bieten hat und ein Konzert am 8. März 2019. Drei Professoren des Musikkonservatoriums von Neuenburg spielen am 3. Mai 2019 Bartók und Chatschaturjan. Und am 2. Februar 2019 interpretiert das Nouvel Ensemble Contemporain mit Studierenden der Musikhochschule den Untergang der Titanic.