Das ORF-Radiosymphonieorchester beim Abschlusskonzert des Beethovenfestes Bonn. Foto: Barbara Frommann

Das ORF-Radiosymphonieorchester beim Abschlusskonzert des Beethovenfestes Bonn. Foto: Barbara Frommann

Nach dem Schicksal kommt der Mondschein

Das Beethovenfest Bonn 2018 ist am Sonntagabend nach Angaben der Festivalleitung "höchst erfolgreich" zu Ende gegangen.

Unter der Leitung von Michael Boder gestaltete das ORF Radio-Symphonieorchester Wien das Abschlusskonzert des Beethovenfestes mit zwei letzten Orchesterwerken: Morton Feldmans »Coptic Light«, einem meditativen, atmosphärischen Werk und Anton Bruckners Neunter. Im Vorverkauf war spürbar, dass das Publikum dem Beethovenschen Schlüsselbegriff »Schicksal«, der als Motto über dem Festival stand, mit Offenheit begegnete.

Das Motto »Schicksal«, das Nike Wagner in ihrem Festvortrag zur Eröffnung in einen geistesgeschichtlichen Kontext setzte, erwies sich als außerordentlich ergiebig. In der Programmdramaturgie schien das Motto facettenreich in fast allen Konzerten auf. Ausgehend von Ludwig van Beethovens fünfter Symphonie, der »Schicksalssymphonie«, reflektierte die Saison 2018 zahlreiche historische und individuelle  Schicksalsmomente - begleitet von einem intensiven Klaviersonaten-Wochenende und spartenübergreifenden performativen Formaten.

Mit einer durchschnittlichen Auslastung von stabilen 70% schließt das Beethovenfest Bonn 2018 erfolgreich ab. Ausverkauft waren gut ein Drittel der insgesamt 57 Konzerte. Bereits jetzt gab Nike Wagner das Motto des kommenden Beethovenfestes 2019 bekannt: »Mondschein«. Das Beethovenfest Bonn 2019 findet vom 6. bis 29. September statt. Das vollständige Programm wird Ende März 2019 veröffentlicht.