Teodor Currentzis, jetzt beim SWR. Foto: SWR/Olya Runyova.

Teodor Currentzis, jetzt beim SWR. Foto: SWR/Olya Runyova.

Nach Orchesterzerschlagung kommt Teodor Currentzis

Teodor Currentzis wirkt: Den Feuilletons gefällt seine rabiate Zerschlagung musikalischer Zusammenhänge, den Bossen der Musikwelt garantiert der Dirigent Aufmerksamkeit für ihre Produkte. Nun darf der SWR dran glauben.

Mit Beginn der Spielzeit 2018/19 wird Teodor Currentzis (45) der erste Chefdirigent des neuen SWR Symphonieorchesters. Neu bedeutet, dass aus zwei Orchestern per Einsparverordnung eines wurde. Currentzis zählt zu den auffälligsten Dirigenten seiner Generation, dessen Repertoire mit Werken von der Barockzeit bis zur Avantgarde sämtliche Epochen umfasst. Teodor Currentzis sei vor allem für seine intensive Probenarbeit bekannt, teilt der SWR mit; für seine extremen Interpretationen wurde er vielfach von der Fachwelt ausgezeichnet. Getreu dem Motto: Hauptsache anders.

Teodor Currentzis und die Musiker des SWR Symphonieorchesters blicken bereits auf eine umfangreiche gemeinsame Konzerterfahrung zurück. Er dirigierte sowohl das SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg sowie das Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR. 2011 wurde Teodor Currentzis zum Ersten Gastdirigenten des Freiburger Orchesters ernannt; sein Debüt mit dem Ensemble gab er 2010. Mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart verbindet ihn seit 2009 eine gemeinsame Zusammenarbeit. Nun wird er ab der Spielzeit 2018/19 die Leitung des SWR Symphonieorchesters als Chefdirigent übernehmen.