Digitalisierung auf Blu-ray. Foto: Arthaus

Digitalisierung auf Blu-ray. Foto: Arthaus

Näher dran am Geschehen

Besser hören, besser sehen: Auch das für seine Opern- und Ballet-Videos bekannte Label Arthaus setzt jetzt auf die Blu-ray-Technik. "Ein Klang als wäre man live dabei", lautet das Versprechen.

Live-Klang ohne Verluste durch das Herunterrechnen von Frequenzen und ohne Komprimierung der Klangdaten: Das Label Arthaus setzt nun auch auf die Blu-ray-Technik, die mit ihrer Speicherkapazität den Grundstein legt, neben HD-Video auch hochaufgelöstes Tonmaterial zu veröffentlichen und alte (auch analoge) Musikaufnahmen in ihrer ursprünglichen Qualität zugänglich zu machen.

Während eine CD eine Auflösung von maximal 16 Bit aufweise, komme das Hi-Res auf ganze 24 Bit, erläutert Arthaus. Die Abtastrate liege beim Hi-Res-Audio bei 192 kHz, während die CD mit weniger als einem Viertel (44,1 kHz) auskommen müsse. Dieses häufige Abtasten in feinster Auflösung bei Hi-Res ermögliche eine exakte Reproduktion des analogen Klanges. „Ein Klang als wäre man live dabei“, heißt es aus der Presseabteilung.

Was die Musikwelt schon geraume Zeit als eine besondere Hörerfahrung anpreist, die bis dato so nur im Tonstudio erlebt werden konnte, erreicht demnach nun auch den Video-Markt. Diese technische Errungenschaft vereint das Praktische des Digitalen mit der Wärme des Analogen. Hi-Res-Produkte bieten nach Angaben von Arthaus einen Klang, der sauberer, detailreicher und oftmals räumlicher ist, mit mehr Dynamik und besserer Verortung der Instrumente. Damit richten sich diese Produkte vorrangig an wahre Musik-Gourmets, die die Vorzüge eines authentischen, hochaufgelösten Tonmaterials zu schätzen wissen.

Im Opens external link in new windowFONO FORUM März 2009 können Musikfreunde, die noch keine Erfahrung mit Blu-ray haben, wichtige Informationen über die Grundlagen der Technik erfahren. Die Nutzung des FONO FORUM Archivs ist für Abonnenten frei, alle anderen Nutzer können Artikel und Rezensionen bereits ab 99 Cent lesen.