Arditti-Quartet. Foto: Astrid Karger

Arditti-Quartet. Foto: Astrid Karger

Neue Musik an Rhein und Main

Die Kunstformen Film und Neue Musik werden beim Festival „cresc“ auf ihre Kompatibilität und Rezeption hinterfragt. Die Biennale für Moderne Musik ist gewachsen.

Das Festival „cresc… Biennale für Moderne Musik Frankfurt Rhein/Main“ präsentiert unter dem Motto „Images of Sound“ die Künste Neue Musik und Film in spannungsreichen Wechselspielen. Das Festival von Donnerstag, 26., bis Sonntag, 29. November 2015, hat mit neuen Partnern in Wiesbaden, Frankfurt, Rüsselsheim und Hanau die Zahl der Kooperationen von sieben auf 13 erhöht.

Höhepunkte sind u.a. Stanley Kubricks filmischer Meilenstein „2001: Odyssee im Weltraum“ mit dem Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks sowie das Filmkonzert „Die Weber“ mit dem Ensemble Modern. Ferner erklingen „Quadruplets“ mit vier Uraufführungen aktueller Film-Musik-Werke. Das Abschlusskonzert bietet Uraufführungen audiovisueller Werke von Simon Steen-Andersen und Michael Beil sowie die Aufführung von Schlüsselwerken und eine Uraufführung von Helmut Lachenmann. Ihm widmet das Festival zu seinem 80. Geburtstag mehrere Konzerte.

Die beiden Klangkörper der „cresc…“-Biennale, das Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks und das erweiterte Ensemble Modern Orchestra, widmen dem Komponisten im Kurhaus Wiesbaden ein Festkonzert, bei dem u.a. die Uraufführung einer Neufassung von Lachenmanns „Air“ zu erleben ist. Weitere Begegnungen mit Werken des Künstlers ermöglichen die Konzerte „Licht und Schatten“, „Streichquartette von Helmut Lachenmann“ und „Mozart /Lachenmann“.

Seit 2013 ist auch ein pädagogisches Programm mit Frankfurter Schulen in die Biennale eingebunden. Dieses Jahr beschäftigen sich 100 Schüler der siebten Jahrgangsstufe und des Schulorchesters der Bettinaschule Frankfurt mit Friedrich Cerhas „1. Keintate“, die mit ihrem kritischen Blick auf die Gesellschaft einer Großstadt viele Anknüpfungspunkte zur kreativen Auseinandersetzung bietet.

Begleitend zum Konzertprogramm präsentiert das Musikarchiv des Deutschen Filminstituts einige seiner Schätze aus der Stummfilmzeit in einer Projektion „Musik zum Stummfilm“. Originalpartituren, historische Kinoprogramme und Zeitschriftenartikel sowie zahlreiche Hörbeispiele von damaligen Tonträgern wie Edisonwalzen und Schelllackplatten lassen die Ära audiovisuell lebendig werden.

 

www.cresc-biennale.de/