Stefano Bollani. Foto: Ansa Ettore-Ferrari

Stefano Bollani. Foto: Ansa Ettore-Ferrari

O sole mio als Jazz-Standard

FONO FORUM Autor Berthold Klostermann begrüßt zum Abschluss der Reihe Jazz in Essen einen originellen und humorvollen Vertreter seiner Zunft: den italienischen Pianisten Stefano Bollani, der drei Kollegen mitbringt.

Den fulminanten Schlusspunkt der „Jazz in Essen"-Saison 2017/2018 setzt am 22. April der 1972 in Mailand geborene Musiker, Komponist, Schriftsteller sowie Radio- und Fernsehmoderator Stefano Bollani. Mit seiner unnachahmlichen Kombination aus Musikalität und Humor machte Bollani bereits bei seinem Mentor Enrico Rava von sich reden und wurde nach der Jahrtausendwende zum Tastenaufsteiger im Italo-Jazz. Er ist ein umwerfender Performer, der schon brasilianische und skandinavische Songs, Standards und Zappa-Musik gespielt hat, aber ebenso auch mit großen Orchestern wie dem Gewandhausorchester Leipzig oder dem Orchestre de Paris aufgetreten ist. Bei seinem Konzert ab 20 Uhr im Essener Grillo-Theater präsentiert Bollani gemeinsam mit Daniele Sepe (Tenorsaxofon), Nico Gori (Klarinette) und Bernardo Guerra (Schlagzeug) einen ebenso spritzig-witzigen wie virtuosen „Napoli Trip". Die Besucher dürfen sich auf ein musikalisch-neapolitanisches Fresko mit Klassikern diverser Epochen und eigenen Stücken freuen, bei dem natürlich auch ein Gassenhauer wie „O sole mio" nicht fehlen darf.