Oper Köln: Alles halb so wild?

Rund um die Sanierung von Oper und Schauspiel in Köln gibt es Neuigkeiten: Ein führend beteiligtes Ingenieurbüro hat beim Landgericht ein Beweisverfahren beantragt, um die Schuldfrage von Mängeln klären zu lassen.

Der Kölner-Stadtanzeiger muss sich eine Klarstellung durch den Leiter der Bühnen-Sanierung in Köln, Bernd Streitberger, gefallen lassen. Das Lokalblatt hatte vom nächsten "Schreckensszenario" für Köln berichtet, weil ein Beweisverfahren um die genaue Analyse drohe, welche der rund 8000 Baumängel an Oper und Schauspiel Köln vom Ingenieurbüro Deerns zu verantworten seien. Deerns hat Berichten zufolge den Antrag auf ein Beweisverfahren beim Landgericht Köln gestellt. Der Stadtanzeiger prognostizierte daher einen möglichen Baustopp und eine in noch weitere Ferne rückende Wiedereröffnung der Oper, die derzeit für 2019 oder 2020 realistisch scheint.

Streitberger nimmt in einer Pressemitteilung so Stellung zur Berichterstattung des Kölner Stadtanzeigers:

1. Das Selbstständige Beweisverfahren wurde zwar beim Landgericht Köln beantragt, aber von diesem bisher noch nicht eingeleitet.

2. Da aus rechtlicher Sicht ein Zivilgericht keinen Baustopp verhängen kann, sondern nur die Bühnen selbst die Bautätigkeit anhalten könnten, sehen wir die Gefahr eines Baustopps als nicht gegeben an.

3. Der Antrag zum Beweisverfahren bezieht sich auf 60 und nicht auf 8.500 Punkte.

4. Die Bühnen sehen die Fortschritte bei der Neuaufstellung des Projekts selbst im Falle einer Einleitung des Selbstständigen Beweisverfahrens als nicht gefährdet an.