Oper Köln

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Oper Köln: nächster Vorhang

Die Kölner SPD füllt das Sommerloch mit der Eingebung, die Kölner Oper nicht weiter zu sanieren, sondern den Ausbau der Interimsspielstätte zu prüfen oder doch einen Neubau zu errichten, den ursprünglich die CDU favorisiert hatte.

Verlorenem Geld dürfe man kein gutes hinterherwerfen, findet Martin Börschel, Fraktionschef der SPD im Kölner Stadtrat. Wie heute bekannt sei, so der SPD-Mann, lägen die Ursachen für das Baustellen-Chaos in einer "vollkommen mangelhaften Planung vor Baubeginn". By the Way: Damals war ein SPD-Mann Bürgermeister, Jürgen Roters. Man dürfe denselben Fehler nicht wiederholen, findet Börschel und fordert, innezuhalten. Er meint: "Es wäre unverantwortlich, diese Kostenexplosion weiter kritiklos mitzutragen." Das ist insofern eine interessante Bemerkung, als dass wohl wenige Poltiker des Kölner Rats, ganz gleich welcher Partei, die Sanierung kritiklos mittragen, sondern allenfalls zähneknirschend. Möglicherweise meint Börschel also sich selber damit. Klaus Schäfer, der kulturpolitische Sprecher der SPD im Kölner Rat, legt unterdessen ein klares Bekenntnis ab: "Für uns ist klar: Köln braucht eine Oper und ein Schauspiel." Er schlägt vor, zu prüfen, ob man das Grundstück am Offenbachplatz nicht anderweitig sinnvoll nutzen könne und doch einen Neubau plane. Oper und Schauspiel könnten seiner Meinung nach aber auch (nach vorhergehender Prüfung) in den Intermimsspielstätten bleiben, die dafür allerdings ausgebaut werden könnten. CDU, FDP und Grüne halten den SPD-Vorstoß für Populismus und Sommertheater.