Dirigiert Hans Heiling in Essen: Frank Beermann. Foto: Navaee Neda

Dirigiert Hans Heiling in Essen: Frank Beermann. Foto: Navaee Neda

Opern-Frühschoppen mit Steigerlied

Das Ende der letzten Zeche im Ruhrpott nimmt die Oper Essen zum Anlass die Zauberoper Hans Heiling von Heinrich Marschners aufzuführen - und zur Einführungsmatinee einen Bergmannschor singen zu lassen. Dirigent ist Frank Beermann.

„Eine Inszenierung für Essen und für das Ruhrgebiet" verspricht Regisseur Andreas Baesler für die anstehende Opernpremiere von Heinrich Marschners „Hans Heiling" am 24. Februar im Aalto-Theater. Welche Ideen Baesler genau hat, kann man in der Einführungsmatinee am Sonntag, 18. Februar 2018, um 11 Uhr im Aalto-Theater erfahren. Außerdem wird Chefdramaturg Christian Schröder den musikalischen Leiter der Premiere Frank Beermann auf der Bühne begrüßen.

Und wie es sich für eine echte Ruhrpott-Oper gehört: Im Anschluss an die Matinee ist das Publikum um 12 Uhr herzlich zum entspannten Frühschoppen ins Foyer eingeladen. Natürlich dürfen hier Bergmannsgesänge wie das Steigerlied ebenso wenig fehlen wie das obligatorische Mettbrötchen und weitere Köstlichkeiten aus der Region. Auch auf jazzige Klänge darf man sich freuen. Beide Veranstaltungen finden im Rahmen der Festtage Kunst⁵ der Theater und Philharmonie Essen statt.  

Mit Heinrich Marschners „Hans Heiling" thematisiert das Aalto-Musiktheater das Ende des deutschen Steinkohlebergbaus und die Schließung der letzten Zeche des Ruhrgebiets in Bottrop. Die romantische Zauberoper, uraufgeführt 1833 in der Zeit des Durchbruchs der industriellen Revolution, ist auch eine Reflexion über die Gesellschaft der Arbeiter und Bergleute sowie deren Lebensstrukturen. In ihren unterirdischen Gängen graben die Erdgeister nach Schätzen. Doch ihr König Hans Heiling hat anderes im Sinn: Er geht hinauf in die „obere Welt", um seine magische Herkunft hinter sich zu lassen, zu heiraten und ein gewöhnliches Menschendasein zu führen.