Die Ruhrtriennale kommt, hier per Earth Driver. Foto: Wim Catrysse

Die Ruhrtriennale kommt, hier per Earth Driver. Foto: Wim Catrysse

Opferbereitschaft auf der Ruhrtriennale

Das Klavier-Festival läuft, da naht der nächste kulturelle Höhepunkt im Ruhrgebiet: Die Ruhrtriennale, die auch in einer im vergangenen Jahr erst stillgelegten Zeche Musiktheater macht.

Zu den Highlights des diesjährigen Ruhrtriennale gehören u. a. die Musiktheatertheaterproduktion „Alceste“, mit der am 12. August das Festival in der Jahrhunderthalle Bochum eröffnet wird. „Alceste“ basiert auf einem europäischen Urmythos und wurde komponiert in der Zeit der Aufklärung als die europäischen Grundwerte formuliert wurden. Willibald Glucks Barock-Oper wird von Ruhrtriennale-Intendant Johan Simons neu inszeniert und stellt Fragen nach Opferbereitschaft, Mut und Demut. Die musikalische Leitung des B’Rock Orchestra und MusicAeterna Chores hat der belgische Dirigent René Jacobs.

Drei Wochen später feiert am 2. September die zweite Musiktheaterkreation unter der Regie von Johan Simons Premiere: „Die Fremden“, eine Uraufführung nach dem im März 2016 auf Deutsch erschienenen Roman „Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung“ von Kamel Daoud kombiniert mit Musik von György Ligeti und Mauricio Kagel. Die Inszenierung fragt: Welche Werte bestimmen unsere Kultur? Mit „Die Fremden“ bespielt die Ruhrtriennale zum ersten Mal die Kohlenmischhalle der im Dezember 2015 stillgelegten Marler Zeche Auguste Victoria. Die musikalische Leitung des Asko|Schönberg Ensembles übernimmt Reinbert de Leeuw.