Der Musikwagen des Luzerner Sinfonieorchesters im Einsatz. Bild: Ingo Höhn

Der Musikwagen des Luzerner Sinfonieorchesters im Einsatz. Bild: Ingo Höhn

Orchester öffnet junge Ohren

Das Musikvermittlungsprogramm des Luzerner Sinfonieorchesters wurde in Dortmund mit dem Junge Ohren Preis ausgezeichnet. Überzeugt hat die Jury das ganzheitliche Konzept, welches Menschen zur Begegnung mit Musik einlädt.

Nachdem das Luzerner Sinfonieorchester bereits eine Nominierung für den 13. Junge Ohren Preis erhalten hatte, ging es bei der Preisvergabe in Dortmund in der Kategorie «Programm» als Sieger hervor. Gemäß der Laudatio setzt das Luzerner Sinfonieorchester mit seinem vielfältigen Musikvermittlungsangebot ein deutliches Zeichen für den Stellenwert dieses Bereichs.

«Das ausdifferenzierte und flexible Programm integriert eine mobile Spielstätte und erreicht auf diese Weise Menschen sowohl in der Stadt als auch auf dem Land. Besonders hervorzuheben ist das inklusive Konzept, das Menschen mit und ohne Beeinträchtigung sowie sozial benachteiligte Gruppen zu Begegnungen mit Musik einlädt», schreiben die Juroren.

Auch Silvan Rüssli, Leiter der Schweizer Fachstelle «Kultur inklusiv» ist überzeugt: «Das Luzerner Sinfonieorchester leistet in der Schweiz Pionierarbeit in der Vermittlung von klassischer Musik. Sein Musikvermittlungsprogramm erreicht sowohl Kinder und Jugendliche wie auch Senioren und Menschen mit Beeinträchtigungen. Das ist ein sehr wertvoller und wichtiger Beitrag an die Gesellschaft.

»Für das Luzerner Sinfonieorchester ist der Junge Ohren Preis eine großartige Auszeichnung. Als wir 2007 unsere Musikvermittlung initiierten, waren wir das erste Orchester in der Schweiz, das eine Stelle dafür einrichtete. Bis heute ist das Musikvermittlungsprogramm vollständig privatfinanziert. Die Verleihung des Junge Ohren Preises macht uns glücklich und ist eine grosse Genugtuung für alle Beteiligten und Stiftungen, die dies ermöglicht haben», freut sich Intendant Numa Bischof Ullmann.