Bundesjugendorchester in Bonn. Foto: Selina Pfruener

Bundesjugendorchester in Bonn. Foto: Selina Pfruener

Patenkinder der Berliner Pilharmoniker

212 Bewerbungen gab es insgesamt für das Bundesjugendorchester, 151 Bewerber traten Ende September beim Probespiel in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main an, 55 konnten die Jury überzeugen - aber kein Trompeter.

Die erfolgreichen Kandidaten im Alter von 14 bis 17 Jahren können ab 2019 im Bundesjugendorchester, für das die Berliner Philharmoniker die Patenschaft übernommen haben, mitspielen. So etwa bei Konzerten unter Leitung von Kirill Petrenko in der Elbphilharmonie oder der Berliner Philharmonie sowie bei der Südafrika-Tournee unter Leitung von Alexander Shelley. Auch die Tournee zum 50-jährigen Orchesterbestehen unter Ingo Metzmacher im April 2019 werden sie miterleben.

Die beim Probespiel erfolgreichsten Bundesländer, in Relation zur Einwohnerzahl gesetzt, waren Berlin, Hamburg, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. "Wir bedauern sehr, dass wir kaum Bewerber aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hatten und hoffen, den Zulauf aus Ostdeutschland in den kommenden Jahren erhöhen zu können", so Sönke Lentz, Projektleiter des Bundesjugendorchesters.

Die Probespiel-Jury besteht aus Orchestermusikern, Hochschulprofessoren und Mitgliedern des Bundesjugendorchesters. Sie verzeichnete auch dieses Jahr wieder ein hohes technisches Niveau, wobei auch "Soft Skills" wie Engagement und Disziplin Berücksichtigung bei der Entscheidung finden. Einzig bei den Trompeten konnte kein Kandidat überzeugen, sodass es in den kommenden Monaten ein weiteres Probespiel nur für dieses Instrument geben wird.