Orchestre Philharmonique du Luxembourg unter Gustavo Gimeno. Foto: Marco Borggreve

Orchestre Philharmonique du Luxembourg unter Gustavo Gimeno. Foto: Marco Borggreve

Philharmonie Luxemburg stellt Programm vor

Die Luxemburger Philharmonie feiert in der Saison 2019/20 ihr 15-jähriges Bestehen und ist stolz darauf, Luxemburg als einen festen Platz in der Musikwelt etabliert zu haben.

In noch nie dagewesener Dichte sind in der kommenden Spielzeit die berühmtesten Orchester der Welt in Luxemburg zu Gast. Neben den Berliner und Wiener Philharmonikern und dem London Symphony Orchestra werden mit dem Chicago Symphony Orchestra, New York Philharmonic und San Francisco Symphony auch die renommiertesten Orchester der USA zu Gast sein.

Rolando Villazón startet eine neue Reihe, in der er sich unter anderem der Musik Mozarts widmet und die «Midis baroques» nehmen das Publikum mit auf mittägliche Zeitreisen. Solisten wie der Countertenor Philippe Jaroussky, die Pianisten Daniil Trifonov und Hélène Grimaud oder die Belcanto-Diva Cecilia Bartoli ergänzen das vielfältige Programm.

Einige der prägenden Köpfe der internationalen Dirigentenszene – wie Valery Gergiev, Mariss Jansons, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Kirill Petrenko, Sir Simon Rattle, Esa-Pekka Salonen – werden zu erleben sein.

Gustavo Gimeno führt das Orchestre Philharmonique du Luxembourg (OPL) als Chefdirigent in die fünfte gemeinsame Spielzeit und hat ein facettenreiches Programm vorbereitet. Zentrale Werke werden sowohl Mahlers Dritte und Bruckners vierte Symphonie als auch Rossinis Stabat Mater mit Aufführungen in Luxemburg und dem Théâtre des Champs Elysées in Paris sein. Darüber hinaus werden bei Werken von Schubert und Ballettmusiken von Strawinsky Schwerpunkte gesetzt. Besondere Highlight sollen die Aufführung von Verdis Macbeth im Grand Théâtre und die Uraufführung von Francisco Colls Violinkonzert mit Patricia Kopatchinskaja sein. Auch über die Grenzen Luxemburgs hinaus wird das OPL mit seinem Chefdirigenten zahlreiche Konzerte geben. Zu Beginn der Saison gastiert das Orchester mit Janine Jansen – einstige Artist in residence – in Brasilien, Argentinien und Uruguay. Zum Ende der Saison reist das Orchester durch die baltischen Staaten sowie nach Stockholm. Die 2017 ins Leben gerufene Zusammenarbeit mit dem Label Pentatone wird mit zwei weiteren CDs und Werken von César Franck und Gioachino Rossini weitergeführt.

Mit der deutschen Geigerin Isabelle Faust und dem britischen Dirigenten Daniel Harding werden in der Philharmonie zwei Artists in Residence gastieren. Harding nimmt das OPL mit auf eine Reise, um die fünfte Symphonie von Gustav Mahler zu erarbeiten und mit Nobody knows de trouble I see von Bernd Alois Zimmermann einen Klassiker der Moderne zur Aufführung zu bringen. Ob mit dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem OPL oder in kammermusikalischer Besetzung wird Isabelle Faust Brücken schlagen zwischen großer Orchestermusik und dem deutschen Violinrepertoire und mit all ihren Stärken begeistern.
Berlin in Lights

Im Mai kehren die Berliner Philharmoniker erstmals unter ihrem neuen Chefdirigenten Kirill Petrenko in die Philharmonie zurück. Die kommende Saison soll aber auch einzelne Musiker dieses herausragenden Orchesters würdigen und ein Schaufenster für die zahlreichen Ensembles, die aus den Reihen der Berliner Philharmoniker entstanden sind, bieten – wie etwa die 12 Cellisten oder das Blechbläserensemble.

2020 feiert die Musikwelt Ludwig van Beethovens 250. Geburtstag. Dies macht den Komponisten zu einem besonderen «Artist in residence». Herzstück werden der Beethoven-Zyklus mit dem Chamber Orchestra of Europe und Yannick Nézet-Séguin sowie eine konzertante Aufführung der Oper Fidelio mit dem Mahler Chamber Orchestra unter der Leitung von Gustavo Dudamel sein.

Aus verschiedensten Musiktraditionen und Genres stammende Künstler, wie etwa das palästinesische Oud-Trio Joubran mit seiner arabischen maqam-Musik oder das Jazztrio um die Pianistin Carla Bley. Mit dem Jazz at Lincoln Center Orchestra mit Wynton Marsalis und dem Chick Corea Trio werden wahre Jazzlegenden zu Gast sein.