Wei-Ting Chou zum Finalkonzert. Foto: Usedomer Musikfestival/Geert Maciejewski

Wei-Ting Chou zum Finalkonzert. Foto: Usedomer Musikfestival/Geert Maciejewski

Pianisten und Sänger bekamen Preise

Zu einem Treffen von Talenten beim Wettbewerb „Die Besten von morgen" des Usedomer Musikfestivals vergab die Achterkerke-Stiftung im Kaiserbädersaal in Seebad Heringsdorf ihre Musikpreise.

Die Preise der Achterkerke-Stiftung sind mit insgesamt 6000 Euro dotiert und richteten sich in diesem Jahr an Nachwuchsmusiker in den Kategorien „Gesang solo" und „Klavier solo". Der 4. Achterkerke-Musikpreis in Höhe von 1500 Euro und damit der erste Platz ging an die im taiwanesischen Hsinchu geborene Pianistin Wei-Ting Chou (16). Sie begeisterte die Jury mit Joseph Haydns Sonate Hob. 50 in C-Dur und Claude Debussys „L'isle Joyeuse".

„Die Leute hier und die Atmosphäre beim Wettbewerb sind richtig gut. Besonders hat mir der Ostseestrand gefallen", freute sich die Jungstudenten der Berliner Universität der Künste über die Auszeichnung und ihren Aufenthalt auf der Insel Usedom. Bereits mit 6 Jahren erhielt sie ihren ersten Klavierunterricht. Seit dem Wintersemester 2014/15 studiert sie als Jungstudentin am Julius-Stern-Institut der Universität der Künste Berlin. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe und trat bereits u. a. bei den Lunchkonzerten im Foyer der Berliner Philharmoniker auf. Festivalintendant Thomas Hummel über die Preisträgerin: „Das Spiel von Wei-Ting Chou haben mich und die Jury tief beeindruckt."

Der erste Platz des Achterkerke-Musikpreises wurde in diesem Jahr nur einmal in der Kategorie „Klavier" verliehen, ist aber insgesamt mit 3000 Euro dotiert. Die zweiten, mit jeweils 1000 Euro dotierten, Plätze gingen an die Hamburger Sopranistin Clarissa Maria Undritz (18) und den Stendaler Pianisten Elias Friedrich Projahn (17). Die dritten Preise, jeweils mit 500 Euro dotiert, teilten sich die Fellbacher Pianistin Emily Vanessa Hermann (16) und der Lübecker Pianist Constantin Schiffner (18). Den 3. Preis der Kategorie „Gesang" erhielt die Jungstudentin der Hochschule für Musik „Hanns Eisler" Isabelle Luisa Nahrstedt (17).

Die Jury um Olaf Kerkau (Vorsitzender der Jury und Musikpädagoge), die Sopranistin Ksenija Lukic, Prof. Robert Schubert (Professor für Gesang an der Hochschule für Musik „Felix Mendelssohn Bartholdy" in Leipzig), Prof. Stephan Imorde (Professor für Klavier an der Hochschule für Musik in Rostock) und Prof. Christoph Sischka (Professor für Klavier an der Hochschule für Musik in Freiburg im Breisgau), zeigte sich beeindruckt von den Leistungen aller Teilnehmer, so Olaf Kerkau: „Wir sind insbesondere bei den Pianisten sehr beeindruckt gewesen. Das sind alles professionelle Leistungen, die uns sehr fröhlich gemacht haben, wo es dann in der Wertung nur um Nuancen ging. Für die Jury war es letztlich eine große Freude die Preise vergeben zu können."

Die Achterkerke-Musikpreise richten sie an Gewinner des Bundeswettbewerbs „Jugend musiziert" im jeweiligen Wertungsjahr und wollen somit herausragende Talente fördern. 2016 gewannen die Filderstedter Cellistin Svenja Schmidt-Rüdt (19) und der Lünener Julias Schepansky (19) die ersten Preise des Achterkerke-Musikwettbewerbs. Sie waren im Finalkonzert des Wettbewerbs mit eigenen Solobeiträgen zu erleben.