Menahem Pressler. Foto: Peter Wieler

Menahem Pressler. Foto: Peter Wieler

Pianistische Verbindungen an der Ruhr

Musik für ein gemeinsames Europa beim Klavier-Festival Ruhr.

Anders als in den letzten Jahren steht 2019 kein einzelnes Land im Fokus des Klavier-Festivals Ruhr. Stattdessen will man Verbindungen zwischen den Generationen und zwischen Menschen verschiedener Herkunft herstellen. Intendant Franz Xaver Ohnesorg verweist in dem Zusammenhang auf die Lebensläufe von Musikern der heutigen Zeit: „Die Biografien vieler unserer Künstler sind geradezu ein Appell für ein gemeinsames Europa!“ Das gilt nicht nur für Pianisten der jüngeren Generation wie den 1987 im russischen Nizhni Nowgorod geborenen, deutschen Pianisten Igor Levit. Das Eröffnungskonzert am 7. Mai etwa wird der 95-jährige(!) Menahem Pressler bestreiten. Der Gründer des Beaux Arts Trio wurde in Magdeburg als Max Pressler geboren, musste 1939 nach Palästina flüchte, zog später in die USA und besitzt sei 2012 wieder die deutsche Staatbürgerschaft. Den Preis des Klavier-Festivals 2019 erhält mit Michael Camilo ein „Tastenhexer“ aus der Domenikanischen Republik, der heute in New York lebt. Das Festival läuft bis zum 19. Juli. In dieser Zeit gibt es 60 Veranstaltungen in 23 Städten mit vielen der besten Pianisten unserer Zeit, abgerundet durch Education-Programme unter anderem in Duisburg-Marxloh.    

www.klavierfestival.de