Thomas Quasthoff. Foto: Harald Hoffmann

Thomas Quasthoff. Foto: Harald Hoffmann

Platz Zwei: „Nice 'N' Easy“

Aller guten Dinge sind drei: Trios erfreuen sich bei Jazz-Fans zurzeit großer Beliebtheit - und passenderweise steigen gleich drei von ihnen in die Offiziellen Deutschen Jazz-Charts ein.

Den Anfang als Nummer Eins der Jazzcharts macht das schwedische Esbjörn Svensson Trio („Live In London“), das mit seinen innovativen Ansätzen Musikgeschichte schrieb und seinen besonderen Zauber noch einmal an erster Stelle entfaltet.  

Ebenfalls aus Skandinavien stammt das Emil Brandqvist Trio („Within A Dream“), das zu den aussichtsreichsten Newcomern der Szene gehört. Im Mai erreichte die Formation um Schlagzeuger Emil Brandqvist erstmals die Album-Charts; im Jazz-Ranking debütiert sie auf einem traumhaften Bronzeplatz. US-Pianist Brad Mehldau und sein Trio beschäftigen sich mit der amerikanischen Verfassung und bringen ihr aktuelles Werk „Seymour Reads The Constitution!“ neu auf Rang elf unter.  

Nach seinem Rückzug von den großen Klassik-Bühnen der Welt hat Star-Bariton Thomas Quasthoff eine neue Bestimmung gefunden. Seine dritte Jazz-Platte „Nice 'N' Easy“, die zusammen mit der NDR Bigband entstand, erreicht Platz zwei. Die Vormonatssieger Sly & Robbie, Nils Petter Molvaer, Eivind Aarset & Vladislav Delay („Nordub“) notieren jetzt an siebter Stelle. Die Offiziellen Deutschen Jazz-Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. ermittelt. Basis der monatlichen Top 20-Hitlisten sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Einzelhändlern.