Arcadi Volodos beim Eröffnungskonzert des Klavier-Festivals Ruhr. Foto: Frank Mohn

Arcadi Volodos beim Eröffnungskonzert des Klavier-Festivals Ruhr. Foto: Frank Mohn

Preis des Klavier-Festivals an Volodos

Bis zum 10. Juli dauert das Klavier-Festival Ruhr fort, das in einmaliger Konzentration Klaviersolisten, Kammermusiker und Sänger in das Ruhrgebiet führt und zum Zentrum der Klavierwelt macht.

Wie es geklungen hat, können wir an dieser Stelle leider nicht sagen. Aber dank des Fotos von Frank Mohn können wor zumindest optisch eine Ahnung davon vermitteln, wie intensiv und leidenschaftlich der Auftakt des Klavier-Festivals Ruhr war. Die Zugaben des Konzerts waren: Franz Schubert, Menuett D 600Sergej Rachmaninow, LiedtranskriptionErnesto Lecuona, MalagueñaJohann Sebastian Bach, Siciliano aus dem Orgelkonzert d-Moll (BWV 596) nach dem Konzert für zwei Violinen (RV 565) aus Antonio Vivaldis „L’estro armonico“. Wer jetzt denkt: "Da wär ich gern danei gewesen" kann das Versäumnis bei einem oder mehreren der vielen noch ausstehenden Abenden mit anderen Weltklasse-Pianisten nachholen.

Seelenlandschaften voller Kraft und Zartheit – so beschrieb der Intendant des Klavier-Festivals Ruhr, Franz Xaver Ohnesorg, den Eindruck des Konzerts, mit dem der russische Pianist Arcadi Volodos die Klavier-Festival-Saison 2016 eröffnete. In der Stadthalle Mülheim überreichte ihm Ohnesorg danach den Preis des Klavier-Festivals Ruhr. Er dankte dem Künstler für seine langjährige Treue zum Festival.

Dem Schwerpunkt des diesjährigen Pianistentreffens im Ruhrgebiet folgend, hatte Volodos ein Programm mit Werken von Johannes Brahms gespielt. „Er spielt sonst nirgendwo einen reinen Brahms-Abend, bei uns schon“, würdigte Ohnesorg die Bereitschaft des weltweit gefeierten Pianisten, sich für das Festival auf neue Programme einzulassen. Volodos spielte schon zwei Jahre nach seinen Aufsehen erregenden Debüts in New York und London 1998 erstmals beim Klavier-Festival Ruhr, wo er nun zum 15. Mal gastierte.

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