Musik in den Häusern der Stadt - in Köln auch mit dem Roman & Julian Wasserfuhr Quartett. Foto: Jörg Grosse Geldermann

Musik in den Häusern der Stadt - in Köln auch mit dem Roman & Julian Wasserfuhr Quartett. Foto: Jörg Grosse Geldermann

Privatangelegenheit Konzert

Konzerte an Orten, die sonst nicht öffentlich sind: Dies ist das Grundkonzept der Reihe "Musik in den Häusern der Stadt", die in diesem Jahr zum 20. Mal stattfindet und nun bis nach Bayern reicht.

Über 2.200 Künstler, mehr als 1.200 Konzerte in Wohnzimmern und an anderen ungewöhnlichen Orten, rund 100.000 Besucher: „Musik in den Häusern der Stadt“ ist ein Festivalklassiker in Deutschland. In diesem Jahr feiert der veranstaltende KunstSalon Köln vom 1. bis 6. November das 20. Mal: Bei 54 Veranstaltungen in Köln, 11 in Bonn, 32 in Hamburg und 6 in München, das erstmals dabei ist, treten Stars und Talente aller Musikgenres bei privaten Gastgebern auf.

Klassik, Jazz, Pop, Rock, Weltmusik, Crossover, Tango, Balkan, Gipsy, Singer-Songwriter, Soul, Funk, Groove, Chanson, Volksmusik, Swing, Blues, Improvisationen und Kinder-Mitmachkonzerte – die Musik ist ebenso abwechslungsreich wie die Orte, die sonst nicht als öffentliche Bühne zur Verfügung stehen: Privathäuser und Praxen, Wohnungen und Villen, Lofts und Ladenlokale, Fabrikhallen und Foyers, Ateliers und Ausstellungshallen, Banken und Büros, Geschäfte und Golf-Clubs, Kellergewölbe und Kliniken. Beispiele für musikalische Highlights beim diesjährigen Festival sind die Pianisten Ragna Schirmer, Soheil Nasseri und Marialy Pacheco, das Roman & Julian Wasserfuhr-Quartett, das Goldmund-Quartett, die Bands von Karl Frierson, Cosmo Klein und Jeff Cascaro sowie Jan Plewka und Alexander Paeffgen.

Zum Jubiläum spielen in diesem Jahr 316 Künstler bei 103 Konzerten an 92 Orten. Zudem umrahmen feierliche Aktionen das 20. Mal, wie das „Festival im Festival“ in Köln mit zehn kostenlosen Konzerten junger Musiker aus der Region im „House of Perfumes“. „Musik in den Häusern der Stadt“ wird ausschließlich aus privaten Mitteln finanziert, die vor allem von den Gastgebern und zahlreichen Förderern und Sponsoren stammen. Die Gesamtfestivalleiterin Elena Tzavara verantwortet das Programm für Köln, in Hamburg hat Maike Schäfer die Führung, in Bonn Brigitte Pütz und in München Berit Rapp.

Dr. Peter Bach, Vorsitzender des KunstSalon Köln: „Der Anstoß zu diesem Festival entstand aus dem Wunsch von Nachwuchsmusikern, mehr Auftrittsmöglichkeiten zu haben. Viele private Kulturliebhaber und –förderer waren von der Idee begeistert und stellten 1998 in Köln erstmals ihre Wohnzimmer für die Konzerte zur Verfügung. „Musik in den Häusern der Stadt“ war geboren und fand in den folgenden Jahren immer mehr Freunde. Drei Jahre später folgte mit „Literatur in den Häusern der Stadt“ das Pendant für die jungen Autoren. Die einmalige Mischung aus privater Gastgeberschaft, unkonventionellen Spielorten und intimer Atmosphäre begeisterte nicht nur die Besucher des Festivals, sondern auch die Künstler. Nicht wenige Weltstars spielen heute immer noch mit großer Freude bei „Musik in den Häusern der Stadt“, das für einige von ihnen vor vielen Jahren sogar der Start zur Karriere war.“

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