Suzanne Vega. Foto: George Holz

Suzanne Vega. Foto: George Holz

Publikum darf zwischendurch auch mal raus

Philip Glass ̓ Oper „Einstein on the Beach" ist beim beim Festival NOW! in der Philharmonie Essen am Sonntag, 4. November 2018, um 18 Uhr zu sehen - mit Suzanne Vega, dem Ictus Ensemble und dem Collegium Vocale Gent.

Als Höhepunkt und Abschluss des Festivals NOW! für Neue Musik präsentiert die Philharmonie Essen eines der markantesten Musiktheater-Werke der vergangenen Jahrzehnte: Am Sonntag, 4. November 2018, um 18 Uhr kommt Philip Glassʾ Oper „Einstein on the Beach" nach einer Idee von Robert Wilson im Alfried Krupp Saal zur Aufführung.

Hochkarätig ist die Besetzung mit dem Ictus Ensemble und seinem Dirigenten George-Elie Octors, dem Collegium Vocale Gent, beide in Belgien beheimatet, sowie der amerikanischen Sängerin und Songwriterin Suzanne Vega als Sprecherin. Das Konzert ist damit gleichzeitig der Auftakt zur Künstler-Residenz des Collegium Vocale Gent an der Philharmonie Essen in dieser Spielzeit.  

„Einstein on the Beach" ist keine klassische Oper. Das Stück entpuppt sich vielmehr als Klangbilder- und Assoziationsreigen, der nicht zuletzt von der Fantasie und der Geduld des Publikums mit der minimalistischen Partitur lebt. In der Philharmonie Essen wird das Werk halbszenisch präsentiert. Der Fokus liegt auf der Partitur selbst und beim musikalischen Klang des Librettos.

Während der mehr als dreistündigen Aufführung haben die Zuschauer die Möglichkeit, den Saal zu verlassen und auch wieder zu betreten. Die Lücke zwischen Publikum und Bühne verschwimmt dabei dank der visuellen Installation der Regisseurin Germaine Kruip. Philip Glass selbst hat einmal betont: „Es war nie beabsichtigt, dass das Werk als ein ganzes erzählendes Stück gesehen wird." Der titelgebende Physiker Albert Einstein ist zwar in der Oper durch ein großes Violinsolo verewigt, die Textpassagen führen aber eher von ihm weg als zu ihm hin. Es handelt sich also keineswegs um eine musikalische Biografie des berühmten Wissenschaftlers. Vielmehr gibt es in „Einstein on the Beach" weder einen roten Erzählfaden noch eine Handlung.