Die drei Erstplatzierten (v. l.):Alexey Sychev, Dina Ivanova und Arseni Sadykov. Foto: Maik Schuck

Die drei Erstplatzierten (v. l.):Alexey Sychev, Dina Ivanova und Arseni Sadykov. Foto: Maik Schuck

Publikum und Jury sind einer Meinung

Beim Finale des Klavierwettbewerbes Franz Liszt setze sich in Weimar die russische Schule durch. Das Preisträgerkonzert ist am Dienstag, 17. November, im MDR zu hören.

Alexey Sychev aus Russland hat den mit 12.000 Euro dotierten ersten Preis des achten Internationalen Franz Liszt Klavierwettbewerbs Weimar/Bayreuth gewonnen. In der Finalrunde interpretierte der 27-Jährige am gestern Abend in der ausverkauften Weimarhalle das Es-Dur-Klavierkonzert Franz Liszts gemeinsam mit der Staatskapelle Weimar unter der Leitung von Martin Hoff. Den mit 8.000 Euro dotierten zweiten Preis erspielte sich die 20-jährige Russin Dina Ivanova. Den dritten Preis in Höhe von 5.000 Euro, gestiftet von der Neuen Liszt Stiftung Weimar, gewann der 26-jährige Weißrusse Arseni Sadykov, der an der Weimarer Musikhochschule in der Klasse von Prof. Gerlinde Otto studiert.

Nicht nur begleitet, sondern zudem noch musikalisch gerahmt wurde diese spannende Endrunde durch die Staatskapelle Weimar mit Richard Wagners Rienzi-Ouvertüre und dessen Lohengrin-Vorspiel. Der achte Internationale Franz Liszt Klavierwettbewerb Weimar/Bayreuth wurde von der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar in Kooperation mit der Stadt Bayreuth veranstaltet. Maßgeblich finanziert wurde der Wettbewerb vom Freistaat Thüringen, von der Stadt Bayreuth und der Oberfrankenstiftung. Unterstützung leisteten auch die Neuen Liszt Stiftung Weimar, die Klaviermanufaktur Steingraeber & Söhne Bayreuth sowie das Dorint Hotel in Weimar.

Der Sonderpreis für die beste Interpretation der Sonate h-Moll von Franz Liszt in Höhe von 1.000 Euro, gestiftet vom Grand Hotel Russischer Hof, ging ebenfalls an Alexey Sychev – wie auch der mit 1.000 Euro dotierte Publikumspreis, gestiftet vom Vorsitzenden des Hochschulrates der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, Georg Krupp. Mit dem Sonderpreis für die beste Interpretation einer Operntranskription von Richard Wagner/Franz Liszt in Höhe von 1.000 Euro, gestiftet von der Deutschen Liszt-Gesellschaft, wurde der 25-jährige deutsche Wettbewerbs-Halbfinalist Florian Glemser geehrt.

Das Stipendium für den begabtesten osteuropäischen Teilnehmer (Preisträger ausgenommen) für ein Semester an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, gestiftet von Dr. Rainer Braunschweig (München), erhielt Eka Bokuchava aus Georgien.

Die Preisträger des achten Internationalen Franz Liszt Klavierwettbewerbs treten am heutigen Sonntag noch einmal in der Stadthalle Bayreuth auf. Dort interpretieren sie beim Preisträgerkonzert solistische Werke aus ihrem Wettbewerbsprogramm. Das Konzert wird mitgeschnitten und am Dienstag, 17. November um 20:05 Uhr auf MDR FIGARO ausgestrahlt.

Insgesamt 57 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zum Wettstreit angereist. Während die erste Runde im Wagnersaal der Musikschule Bayreuth ausgetragen wurde (21.-25.10.), wechselten die Teilnehmer für die zweite (27./28.10.) sowie die dritte Runde (29./30.10.) in das Fürstenhaus der Weimarer Musikhochschule – beide Runden wurden im Live-Stream auch im Internet übertragen.