Ragna Schirmer. Foto: Robert Daemmig

Ragna Schirmer. Foto: Robert Daemmig

Puppentheater Halle mit Musik

Clara Schumann am Abend ihres letzten Konzertes - ein biografisch entlehntes Puppenspiel des Puppentheaters Halle gemeinsam mit der Pianistin Ragna Schirmer.

Am Freitag, den 02. März 2018, feiert die Uraufführung „Clara – ein Spiel für Ragna Schirmer und Puppen" um 20 Uhr Premiere im Puschkinhaus in Halle. In der Inszenierung von Christoph Werner begleiten die Zuschauer die Pianistin und Komponistin Clara Schumann am Abend ihres letzten Konzertes. Zu Lebzeiten stand sie häufig im Schatten ihres Mannes Robert. Heute ist sie die prominenteste deutsche Frau des 19. Jahrhunderts. Sie war Wunderkind, Starpianistin, Komponistin, Liebesgeschichtenheldin, Konzertmanagerin, achtfache Mutter, Briefeschreiberin, Nachlassherausgeberin, Klavierlehrerin. Sie hatte ein prall gefülltes Leben voller Triumphe, Tragödien und Tratsch.  

Mit dieser Inszenierung setzt das Puppentheater Halle die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Ragna Schirmer fort, die in der Spielzeit 2011/12 mit dem „Konzert für eine taube Seele" begann. Im ehemaligen Festsaal der Freimaurerloge spielt Pianistin Ragna Schirmer die Werke von Clara Schumann auf einem historischen Flügel. Dieser stammt aus derselben Produktionsreihe wie das Exemplar, das in Schumanns Frankfurter Wohnung stand.  

Die Pianistin Ragna Schirmer hat sich einen erstklassigen Ruf über die deutschen Grenzen hinaus erworben. In nuancierten Interpretationen widmet sie sich einem breit gefächerten Repertoire von Bach bis zu zeitgenössischen Werken. Geschätzt wird sie auch für ihr dramaturgisches Feingefühl, mit dem sie bekanntes Material in neue, überraschende Zusammenhänge stellt. Den Leipziger Bachwettbewerb gewann sie – einzigartig in dessen Geschichte – gleich zweimal. Zahlreiche weitere Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben, begeisterte Rezensionen und zwei ECHO Klassik sind Zeugnis einer außergewöhnlichen Karriere. Ragna Schirmer musizierte mit Dirigenten wie Zubin Mehta, Roger Norrington, Kurt Masur, Herbert Blomstedt und Sir Neville Marriner. Sie trat u. a. mit den Münchner Philharmonikern, dem Orchestre National de France, dem Gewandhausorchester Leipzig und der Academy of St. Martin in the Fields auf und konzertierte in den wichtigsten Sälen in Europa, Neuseeland und China sowie bei dem Beethovenfest Bonn, dem MDR-Musiksommer und den Salzburger Festspielen. Neben der solistischen Karriere widmet sich die Pianistin dem künstlerischen Nachwuchs.