Reichtum lautet das Motto beim Musikfest der Bachakademie in Stuttgart unter Leitung von Hans Christoph Rademann. Foto: Holger Schneider

Reichtum lautet das Motto beim Musikfest der Bachakademie in Stuttgart unter Leitung von Hans Christoph Rademann. Foto: Holger Schneider

Reichtum, Aufklärung und das richtige Maß

Dank der Internationalen Bachakademie werden Stuttgart und die Region um Stuttgart Anfang September zum Anziehungspunkt für Freunde der Barockmusik.

Das von der Internationalen Bachakademie Stuttgart jährlich veranstaltete Musikfest Stuttgart kreist 2016 um das Thema »Reichtum«. In 43 Veranstaltungen an 19 verschiedenen Spielorten beleuchtet es zwischen dem 1. und dem 11. September 2016 mit berühmten Ensembles und Solisten aus dem In- und Ausland vielschichtige Facetten dieses Phänomens.

So spielen die Themen »Barocker Reichtum« und »aufgeklärte Lebensführung« eine ebenso große Rolle wie die klingende Betrachtung »himmlischen Reichtums« durch geistliche Musik und »inneren« bzw. »klanglichen Reichtums« durch hochklassige Instrumentalkompositionen.

Auch »Regionaler Reichtum« spielt eine Rolle. Es äußert sich in einzelnen Konzertprogrammen wie auch in den traditionellen »Wandelkonzerten zum Wein« in Uhlbach, die in Kooperation mit dem Collegium Wirtemberg und mit der Stuttgart Marketing GmbH in den letzten Jahren zu einem beliebten Prolog des Musikfests (1. September, einen Tag vor dem Eröffnungskonzert) geworden sind.

Unter der Leitung von Akademieleiter Hans-Christoph Rademann präsentiert die Gaechinger Cantorey im Eröffnungskonzert am 2. September mit Claudio Monteverdis Marienvesper und am 6. September mit Bach-Kantaten zum Thema »Himmlischer Reichtum« ihre »Sichten auf Bach« in der gleichnamigen Musikfestreihe.

Auch den musikalischen und thematischen Schlusspunktdes Musikfests setzen Akademieleiter und hauseigene Ensembles, und zwar im Abschlusskonzert am 11. September mit Georg Friedrich Händels Oratorium L’Allegro, il Penseroso ed il Moderato, in dem es um das richtige Maß im Leben aus der Perspektive der Aufklärung des 18. Jahrhunderts geht.

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