Erfolgreich bei Hauptschülern: Kölner Fledermaus mit Jochen Busse (Frosch) und Claudia Rohrbach (Adele). Foto: Bernd Uhlig

Erfolgreich bei Hauptschülern: Kölner Fledermaus mit Jochen Busse (Frosch) und Claudia Rohrbach (Adele). Foto: Bernd Uhlig

Rhapsody in School

Das 2014 mit einem ECHO für Nachwuchsförderung ausgezeichnete Schulprojekt Rhapsody in School, bei dem inzwischen über 400 Musikerinnen und Musiker ehrenamtlich mitmachen, hat nun auch die Opernhäuser erreicht.

Nachdem das Ensemblemitglied der Kölner Oper, Bariton Miljenko Turk, schon seit Beginn des Projekts (2005 wurde Rhapsody vom Pianisten Lars Vogt initiiert) Schulbesuche macht, wo und wann immer er Zeit hat, um Schülerinnen und Schüler für seinen Beruf, für die Oper, für die klassische Musik generell zu begeistern, gibt es nun eine offizielle Kooperation mit der Oper Köln. Deren Intendantin, Birgit Meyer, unterstützt das Projekt und verankert es im Spielplan. Turk und seine Kolleginnen und Kollegen ziehen durch die Schulen - der Leiter des Opernstudios und musikalische Leiter der Kinderoper, Rainer Mühlbach, begleitet am Klavier. Gegenbesuche im Opernhaus (bzw. der Ausweichspielstätte) finden statt – die ersten Hauptschüler waren so infiziert von einem Fledermaus-Besuch an der Oper Köln, dass sie öfter in die Oper gehen möchten, wie sie sagten. Musikerinnen und Musiker hautnah im persönlichen Gespräch, vom Podest geholt – das wirkt. Und die Illusion bleibt – beim Gegenbesuch im Opernhaus. Ab Beginn der nächsten Spielzeit gibt es auch eine Zusammenarbeit mit zwei Berliner Opernhäusern: Die Staatsoper Berlin hat Rhapsody goes Opera bereits in ihrem neuen Programm verankert – auch hier ist das Projekt Chefsache. Und bei der Deutschen Oper möchte deren GMD, Donald Runnicles, die Auftaktveranstaltung in einer Berliner Schule selbst gestalten – ein Gegenbesuch zur Wozzeck-Aufführung, die er dirigiert, bietet sich an.