Szene aus "Das Rheingold" an der Deutschen Oper am Rhein. Bild: Hans Jörg Michel

Szene aus "Das Rheingold" an der Deutschen Oper am Rhein. Bild: Hans Jörg Michel

Rheingold am Rhein

Die letzte Inszenierung des "Ring des Nibelungen" in schwacher Regie von Kurt Horres ist 27 Jahre her. Jetzt schmiedet die Deutsche Oper am Rhein einen neuen Ring - am Amboss: Regie-Altmeister Dietrich W. Hilsdorf.

Nicht nur am Rhein wird sie mit Spannung erwartet: die Premiere von „Das Rheingold“ am Freitag, 23. Juni, im Opernhaus Düsseldorf. 27 Jahre nach der letzten Neuinszenierung bringt die Deutsche Oper am Rhein Richard Wagners vierteiligen Opernzyklus „Der Ring des Nibelungen“ in der Regie von Dietrich W. Hilsdorf auf die Bühne.

Axel Kober hat die musikalische Leitung. Für ihn geht mit der Neuproduktion von Richard Wagners „Ring des Nibelungen“ ein Traum in Erfüllung: Der Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein, der seit 2013 auch regelmäßig bei den Bayreuther Festspielen dirigiert, bringt das Opus magnum bis zum Sommer 2019 mit beiden Orches­tern – den Düsseldorfer Sym­pho­­nikern und den Duisburger Philharmoni­kern – und unterschied­lichen Sängerbesetzun­gen sowohl im Opernhaus Düsseldorf als auch im Theater Duisburg zur Aufführung und knüpft damit an die große Wagner-Tradition der Deutschen Oper am Rhein an.  

Der Regisseur Dietrich W. Hilsdorf, den Generalinten­dant Christoph Meyer zusammen mit Dieter Richter (Bühnenbild) und Renate Schmitzer (Kostüme) für die Neuproduktion gewonnen hat, betrachtet die Inszenierung des vierteiligen Opernzyklus als ergebnis­offenen Prozess: „Uns ist wichtig, jedes Stück für sich zu denken und daraus die Verknüpfungen für den gesamten ‚Ring‘ entspringen zu lassen. ‚Das Rheingold‘, in dem alle Konflikte der Tetralogie schon angelegt sind, kann wie eine Collage aus Bildern des Bürgertums im 19. Jahr­hundert betrachtet werden, in dessen Idylle die wirtschaftlichen und sozialen Krisen einbrechen.“

„Das Rheingold“ in Düsseldorf bietet spannende Begegnungen mit renommierten Gastsolisten und Wagner-Interpreten aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein: Simon Neal, der hier zuletzt als Telra­mund („Lohengrin“) und Mandryka („Arabella“) zu hören war, gibt sein Debüt als Wotan. Mit Norbert Ernst kehrt der Loge der Bayreuther Festspiele und der Wiener Staatsoper wieder an sein erstes Opernhaus zurück. Der international erfolgreiche Bariton Michael Kraus debütiert als Alberich.

Alle weiteren Partien sind mit Solisten aus dem eigenen Ensemble besetzt: Renée Morloc tritt als Fricka, Sylvia Hamvasi als Freia und Susan Maclean als Erda auf. Torben Jürgens und Ovidiu Purcel sind Donner und Froh. Bogdan Taloş und Thorsten Grümbel verkörpern die Riesen Fasolt und Fafner, Alberichs Bruder Mime singt Cornel Frey. Anke Krabbe, Maria Kataeva und Ramona Zaharia sind als Rheintöchter zu erleben.

Termine: „Das Rheingold“ im Opernhaus Düsseldorf: Fr 23. Juni – 19.30 Uhr (Premiere) / So 25. Juni – 18.30 Uhr / Do 29. Juni – 19.30 Uhr / So 2. Juli – 18.30 Uhr / Mi 12. Juli – 19.30 Uhr / Fr 14. Juli – 19.30 Uhr / So 16. Juli – 15.00 Uhr   Der Ring des Nibelungen – die weiteren Premieren:   Das Rheingold: Sa 4. November 2017 – Theater Duisburg Die Walküre: So 28. Januar 2018 – Opernhaus Düsseldorf  / Do 31. Mai 2018 – Theater Duisburg SIEGFRIED: Sa 7. April 2018 – Opernhaus Düsseldorf  /  Sa 26. Januar 2019 – Theater Duisburg Götterdämmerung: Sa 27. Oktober 2018 – Opernhaus Düsseldorf  /  So 5. Mai 2019 – Theater Duisburg