Die SWR Big Band eröffnet das LandesJazzFest Rheinland-Pfalz. Foto: SWR/Lena Semmelroggen

Die SWR Big Band eröffnet das LandesJazzFest Rheinland-Pfalz. Foto: SWR/Lena Semmelroggen

Rheinland-Pfalz, wie es swingt und groovt

Kommendes Wochenende findet das LandesJazzFest Rheinland-Pfalz statt. Den Auftakt gibt die SWR Big Band mit Sängerin Fola Dada.

Das LandesJazzFest Rheinland-Pfalz beginnt am Freitag, 8. September, um 20 Uhr in der Festhalle Zweibrücken. Dort rollt die SWR Big Band mit ihrer Sängerin Fola Dada unter der Überschrift „Kings of Swing and Queens of Soul“ exklusiv gleich für zwei Musikepochen den roten Teppich aus. Der erste Teil gehört der Swing Ära mit Musik von Louis Armstrong, Benny Goodman, Duke Ellington oder George Gershwin. Kurz um: das beste, was Swing zu bieten hat. Im zweiten Programmteil steht der Groove im Mittelpunkt. Mit den Queens of Soul wandelt sich die SWR Big Band zu einer druckvollen Soulformation. Songs von Amy Winehouse, Boyoncé, Incognito oder Randy Crawford belegen, wie sich zeitgemäßer Sound anfühlt und anhört.

Am Samstag, 9. September, 19 Uhr, wechselt das LandesJazzFest nach Pirmasens in das Forum Alte Post. Das Trio Neuzeit zeigt dann, wie die Carmina Burana in einer Cross-Over-Version musikalisch interpretiert werden kann. Mit dabei: ECHO Preisträger Martell Beigang.

Außerdem an diesem Abend zu hören ist Grand Central feat. Sebastian Sternal. Soulgetränkte Saxophon-Klänge, fetzige Schlagzeug-Grooves, gewagte Basslinien und stressige Gitarrensounds sind dabei die musikalischen Zutaten. Diese anspruchsvolle Fusion-Kost, garniert mit Spielfreude und Witz, machen die Band zu einem musikalischen Leckerbissen nicht nur für Jazzfreunde.

Der letzte Tag des LandesJazzFestes startet um 11 Uhr ebenfalls im Forum Alte Post und steht unter der Überschrift „The Art of the Duo“ - Musik im Dialog. Denn in keiner anderen Besetzung wird dies so deutlich. Dieses Matinee-Konzert stellt dabei zwei spannende und ganz unterschiedliche Jazz-Duo-Formationen gegenüber. Zum einen „Intimate Sinatra“. Hierbei haben Alexander Gelhausen, Gesang und Philipp Brämswig, Gitarre, Frank Sinatras Jubiläumskonzert zum 100. Geburtstag des Künstlers zum Anlass genommen für ihr Duo ein komplettes Programm aus Sinatra Klassikern zusammenzustellen. Dabei schaffen die beiden Künstler eine ungewohnte und spannende musikalische Perspektive, die die große Intensität seiner Interpretationen herausarbeitet.

Die zweite Gruppe „Lichtspielhaus“ (Claudius Valk, Saxophon und Sebastian Sternal, Klavier) geht auf kammermusikalische Entdeckungsreise. Die beiden suchen das Spiel mit Licht, Farben, Klängen und Geschichten. Mal aufregend, mal beruhigend, mal alltäglich und bisweilen sentimental.

Am Sonntagabend geht es zum Abschlusskonzert weiter in Zweibrücken um 18 Uhr im Wintergarten der Festhalle. The Sound of Gypsy Swing spielt dann das Mike Reinhardt Quartett. Schwarze Augen und temperamentvolles Gitarrenspiel sind dabei ihr Markenzeichen. Die drei Brüder Mike, Moro und Sascha Reinhardt und dessen Sohn Jermaine spielen nicht nur Musik – sie leben die Musik. Dieses Lebenselixier verabreichte ihnen deren Vater, Mitbegründer des legendären Schnuckenack Reinhardt Quintetts. Geballte Energie, die auf die Zuhörer übergeht und Musik die aus sich selber lebt sind das Ergebnis.