Der Neue beim Mozarteumorchester: Riccardo Minasi. Foto: Drew Gardner

Der Neue beim Mozarteumorchester: Riccardo Minasi. Foto: Drew Gardner

Riccardo Minasi folgt auf Ivor Bolton

Zum Ende des Jubiläumsjahres (175. Geburtstag) gibt es beim Mozarteumorchester nach langer und intensiver Suche mit dem Italiener Riccardo Minasi einen geeigneten Nachfolger für den langjährigen Chefdirigenten Ivor Bolton (2004-2016).

Der aus Rom stammende Dirigent und Violinist Riccardo Minasi ist sowohl im symphonischen als auch im Opernbereich zuhause und verfügt über ein Repertoire, das von der Barockmusik bis zur Musik des 20. Jahrhunderts reicht. Sein Debüt beim Mozarteumorchester gab er zum Auftakt der Jubiläumssaison im September 2016 in der Reihe der Donnerstagskonzerte im Großen Saal der Stiftung Mozarteum mit Kompositionen aus drei Jahrhunderten.

Riccardo Minasi, designierter Chefdirigent des Mozarteumorchesters, gibt seiner Freude über seine neue Stelle so Audruck: „Ich kann ohne Übertreibung sagen, dass die Begegnung zwischen dem Mozarteumorchester und mir ein wahrhaftiger Blitzstrahl war. Nie werde ich den ersten Probentag vergessen: Ich hatte den Anschlussflug in Frankfurt verpasst, reiste nun die Nacht hindurch und kam erst ganz knapp vor der Probe an, aber der Enthusiasmus, der Zusammenhalt, die Vielseitigkeit und die Elastizität des Ensembles ließen mich buchstäblich vergessen, dass ich kein Auge zugedrückt hatte. Das Repertoire war extrem anspruchsvoll: drei Jahrhunderte Musik in einem einzigen Programm. Ohne Zweifel ein großes Wagnis für jedes Orchester. Die Musiker des Mozarteumorchesters waren jedoch in der Lage, dieses in ein einzigartiges und ganz besonderes Erlebnis zu transformieren. Es ist eine große Ehre für mich, das Erbe einer von beispielhafter Tradition geprägten Institution anzutreten, das Ivor Bolton in den vielen Jahren der Zusammenarbeit so lebendig erhalten hat, und bin allen Orchester- und Direktionsmitgliedern außerordentlich dankbar für ihre Einladung. Ich kann es kaum erwarten zu beginnen!"