Richard Wagner, Neueinsteiger auf Sieben

Kaum ein deutscher Komponist polarisiert mehr als Richard Wagner. Pünktlich zu den diesjährigen Bayreuther Festspielen finden zwei seiner Werke den Weg in die Offiziellen Deutschen Klassik-Charts. Da gibt es keine zwei Meinungen.

Die von Wagners Ur-Enkelin Katharina inszenierte Oper „Tristan und Isolde“ mit Stephen Gould und Evelyn Herlitzius in den Hauptrollen steigt neu auf Platz sieben ein. Das remasterte Box-Set „Wagner: der Ring des Nibelungen (Eloquence), eingespielt von Herbert von Karajan und den Berliner Philharmonikern, debütiert an 15. Stelle.

Der beste Neueinstieg geht an Charts-Dauergast Jonas Kaufmann. Seine Darstellung des Florestan in Ludwig van Beethovens „Fidelio“ war das Highlight der Salzburger Festspiele 2015. Der Startenor präsentiert sein ganzes Können an fünfter Stelle. Außerdem neu auf Rang acht: Die im Baden-Badener Festspielhaus aufgenommene Mozart-Oper „Le nozze di Figaro, K.492“ (Yannick Nézet-Séguin, Thomas Hampson in einer Haupt- und Rolando Villazón in einer Nebenrolle).

Vormonatssieger Nikolaus Harnoncourt zieht sich mit „Beethoven: Missa Solemnis in D Major, Op. 123“ postum von eins auf sechs zurück. An seine Stelle tritt Punk-Organist Cameron Carpenter („All You Need Is Bach”), der von Jonas Kaufmann („Nessun dorma - The Puccini Album“) und Ludovico Einaudi („Elements“) flankiert wird.

Die Offiziellen Deutschen Klassik-Charts werden von GfK Entertainment im Auftrag des Bundesverbandes Musikindustrie e.V. ermittelt. Basis der monatlichen Hitlisten sind die Verkaufs- bzw. Nutzungsdaten von 2.800 Einzelhändlern.