Regula Mühlemann. Foto: Shirley Suarez Padilla

Regula Mühlemann. Foto: Shirley Suarez Padilla

Rolando Villazóns erste Mozartwoche als Intendant

Der mexikanische Sänger Rolando Villazón hat das Programm der Mozartwoche 2019 vorgestellt, die er als Intendant bis 2023 verantworten wird. Mit dabei: die geniale Mozartsängerin Regula Mühlemann.

Rolando Villazóns erste Mozartwoche fängt die Vielfalt des Komponisten mit szenischen Produktionen, Konzerten und Formaten bis hin zu Tanz und Kabarett ein. Mozart lebt - das ist der allumfassende Leitgedanke für die kommenden Mozartwochen von 2019 bis 2023, die Rolando Villazón als Intendant verantworten wird.

„Durch die universelle Kraft seiner Musik bringt Mozart Menschen zusammen. In Zeiten, in denen gefährliche Stimmen lautstark versuchen, uns zu entzweien und das zu übertönen drohen, was uns Menschen vereint, haben wir die Vision einer Mozartwoche entwickelt, die Mozarts Geist der Teilhabe, Zusammengehörigkeit und Integration in sich trägt‘‘, erläutert Intendant Rolando Villazón.

Mehr als 60 Veranstaltungen, darunter drei opulente szenische Produktionen, Orchesterkonzerte, Kammermusik, Tanz, Pantomime, Kabarett und vieles mehr werden bei Rolando Villazóns erster Mozartwoche 2019 verdeutlichen, wie aktuell und lebendig Mozart heute immer noch ist.

Die Mozartwoche 2019 bildet Mozarts Persönlichkeit in all seinen schillernden Facetten ab: Mozart tanzte, spielte bei Pantomimen und auf Maskenbällen mit, er aß und trank für sein Leben gern. Mit neuen Kooperationen, Kombinationen, Formaten und Spielorten wird dieser Mozartschen Vielfältigkeit nachgegangen.

Musikalisch liegt der Fokus 2019 auf den Chorwerken Mozarts, allen voran „Thamos, König in Ägypten‘‘ KV 345, in einer Inszenierung der katalanischen Theatergruppe La Fura dels Baus. Mozarts Musik interpretiert von den weltbesten Künstlerinnen und Künstlern zu zeigen, ist seit der Gründung im Jahr 1956 Auftrag und Zweck der Mozartwoche, eine Mission, die unter Rolando Villazóns Leitung konsequent weiterentwickelt wird.

2019 werden unter anderem Cecilia Bartoli, Daniel Barenboim, Bernard Haitink, Mitsuko Uchida, Renaud Capuçon, René Pape, Krassimira Stoyanova, Christiane Karg, Ramon Vargas, Olga Peretyatko, Janine Jansen, Andrés Orozco-Estrada, das Hagen Quartett, die Wiener Philharmoniker, die Cappella Andrea Barca mit András Schiff oder das Mahler Chamber Orchestra und das Chamber Orchestra of Europe ebenso zu erleben sein wie aufstrebende Talente, darunter der Geiger Emmanuel Tjeknavorian, die Sopranistin Fatma Said oder die Pianistin Marie Sophie Hauzel.

Neben „Thamos‘‘ werden noch zwei weitere szenische Projekte im Programm sein: Gemeinsam mit dem Salzburger Landestheater kommt eine für die Mozartwoche entwickelte Ballettgala mit internationalen Gästen auf die Bühne. Im Salzburger Marionettentheater wird die erfolgreiche Produktion von „Bastien und Bastienne‘‘ sowie „Der Schauspieldirektor‘‘ aus dem Jahr 2006 wieder aufgenommen. Das neue Format „Briefe und Musik‘‘ bringt Auszüge aus Mozarts Briefen und auf Originalinstrumenten gespielte Sonaten in das intime Ambiente des Tanzmeistersaals im Mozart-Wohnhaus.

Mozarts Witz und Humor geht die Poetry Slammerin und Kabarettistin Lisa Eckhart mit einer musikalischen Kabarett-Performance in der ARGEkultur nach und in Kooperation mit dem OVAL bietet die US-amerikanische Tanzgruppe Catapult mit „Mozart’s Amazing Shadows‘‘ ein speziell für die Mozartwoche geschaffenes Schattentheater auf eine riesige Leinwand. Im republic wird Mozarts Geschichte anhand der Poesie und des Humors von mimischer Clown-Kunst von der britischen Pantomimin Nola Rae erzählt. Mozarts Geburtstag am 27. Januar wird auf Salzburgs Straßen mit mexikanischen Serenatas mit viel Temperament gefeiert.