Beeindruckende Kulisse zur Abschluss-Pressekonferenz der Ruhrtriennale in der Turbinenhalle Bochum. Foto: Edi Szekely/Ruhrtriennale 2016

Beeindruckende Kulisse zur Abschluss-Pressekonferenz der Ruhrtriennale in der Turbinenhalle Bochum. Foto: Edi Szekely/Ruhrtriennale 2016

Ruhrtriennale-Macher mit Zwischenbilanz

Die Leiter der Ruhrtriennale sind zufrieden mit sich und ihren vielen Mitarbeitern. Der Kartenverkauf verlief erfreulich und die Klarheit der politischen Botschaft kam offenbar gut an.

 

Eine vorläufige Bilanz der Ruhrtriennale 2016 zogen in Bochum Johan Simons, Intendant der Ruhrtriennale 2015 – 2017, und Lukas Crepaz, Geschäftsführer der Kultur Ruhr GmbH. Bis zum Abschluss der diesjährigen Festivalsaison am 24.9. finden noch einige Vorstellungen statt. Die dritte und finale Spielzeit unter Intendant Johan Simons findet vom 18.8. bis 30.9.2017 statt.

Für die Ruhrtriennale 2016 wurden knapp 50.000 Tickets verkauft, davon 4.300 Tickets für die Filminstallation „Manifesto“. Verkauft wurden 5.200 Tickets mehr als im Vorjahr. Insgesamt waren fast 53.000 Tickets für die Veranstaltungen der Ruhrtriennale im Verkauf (die BesucherInnen von „Manifesto“ und der kostenlosen Installationen „well,come“, Campustriennale Exhibition oder „The Good, the Bad and the Ugly“ nicht einberechnet). Zum Festivalende am 24.9. wird mit einer Auslastung von 86 Prozent gerechnet. Die Installationen und Veranstaltungen bei freiem Eintritt verzeichneten zusätzlich insgesamt ca. 23.500 BesucherInnen. Die bestbesuchten Produktionen der Saison 2016 waren „Alceste“ mit rund 6.000 verkauften Tickets, „Die Fremden“ mit 5.400 Tickets und „Ritournelle“ mit 4.300 Tickets.

2016 fanden bei insgesamt 40 Produktionen mehr als 200 Veranstaltungen statt, davon waren 20 Uraufführungen, Neuinszenierungen, Deutschlandpremieren und Installationen. Insgesamt wurden 40 Produktionen, davon 32 Eigen- und Koproduktionen, in 24 verschiedenen Spielstätten in Bochum, Bottrop, Dinslaken, Dortmund, Duisburg, Essen, Gladbeck, Hamm, Marl und Mülheim gezeigt. Mehr als 900 KünstlerInnen aus über 25 Ländern waren 2016 Teil des Festivals.

Die Ruhrtriennale gastierte 2016 zum ersten Mal in Marl. „Die Fremden“, eine der zentralen Produktionen der Saison 2016, wurde in der Kohlenmischhalle der erst im Dezember 2015 stillgelegten Zeche Auguste Victoria uraufgeführt. Der Premiere am 2.9. wohnten sowohl Bundespräsident Joachim Gauck als auch der Autor Kamel Daoud bei, der die Romanvorlage für das Musiktheaterwerk verfasste. Mit „Urban Prayers Ruhr“ erkundete die Ruhrtriennale die religiöse Megacity Ruhrgebiet und war in sechs unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften Bochum, Dinslaken, Dortmund, Duisburg, Hamm und Mülheim a. d. Ruhr zu Gast.