Einer von drei Finalisten beim Neuen Deutschen Jazzpreis: Die Formation Salomea. Foto: PR/Salomea

Einer von drei Finalisten beim Neuen Deutschen Jazzpreis: Die Formation Salomea. Foto: PR/Salomea

Salomea und andere Talente

Die Finalisten des Neuen Deutschen Jazzpreises der IG Jazz Rhein-Neckar stehen fest. Erstmals wird neben Band- und Solopreis auch einer für Komposition vergeben.

Im Jahr 2018 vergibt die IG Jazz Rhein-Neckar in Kooperation mit der Alten Feuerwache Mannheim bereits zum dreizehnten Mal den Neuen Deutschen Jazzpreis. Es ist mit 10.000 Euro der höchst-dotierte Bandpreis für professionelle Jazzbands und der einzige Publikumspreis der deutschen Jazzszene.

Das Festivalwochenende findet am 23. und 24. März 2018 in der Alten Feuerwache Mannheim statt. Als Kurator wurde der amerikanische Jazz-Trompeter Wallace Roney gewonnen, der auch auftritt und am Freitag, den 23. März mit seinem Quintett zu hören sein wird. Zu Roneys prägendsten Mentoren zählte Miles Davis. Die Zusammenarbeit mit Davis schulte ihn als Melodiker und offenbarte ihm den Weg, die höchste Kreativität in der Musik anzustreben und diese kompromisslos voran zutreiben. Heute steht Wallace Roney für Melodienreichtum mit harmonischer Komplexität, stimmungsreiche Solos und unablässigen rhythmischen Schwung – geprägt vom individuellen Geiste Miles Davis’, ohne diesen jedoch zu imitieren.

Die Wettbewerbskonzerte der drei vorausgewählten Bands und die Publikumsabstimmung über die Preisträger finden am Samstag, den 24. März statt. Von der Vorjury, bestehend aus Marcus Armani, Christian Eckert, Ubbo Gronewold, Uli Holz, Ulrich Kriest und Jonas Pirzer wurden folgende Bands an den Kurator empfohlen: Ayça Miraç Quintett, Der Moment, First Circle, Janning Trumann Quartet, JO, Just Another Foundry, Multitude, SALOMEA, Sebastian Böhlen Sextett, Sensor, Slowfox, Timo Vollbrecht - Fly Magic, Tobias Meinhart's Silent Dreamer, Triebwerk Hornung und Vincent Eberle Quintett. Diese drei Bands stehen nun im Finale: SALOMEA, Sebastian Böhlen Sextett und Vincent Eberle Quintett.

Als neues Element im Rahmen des Festivals gibt es seit 2017 den Neuen Deutschen Kompositionspreis. Auch hier entscheidet am Ende das Publikum. Die Wettbewerbskompositionen werden von einer Band, die von dem IG JAZZ Mitglied Johannes Stange eigens anlässlich des Neuen Deutschen Jazzpreises zusammengestellt wurde, zur Eröffnung präsentiert und das Publikum stimmt direkt danach über die Gewinnerkomposition ab. Aus der Vielzahl von Bewerbungen aus ganz Deutschland wählte die Jury in einem anonymisierten Verfahren die folgenden sechs Komponist/innen aus: Birgitta Flick, Christina Fuchs, Jakob Helling, Alexandra Lehmler, Fabian Misch und Paul Stolze. Wallace Roney bestimmte daraus folgende drei Komponist/innen ihre Komposition zu verfassen: Birgitta Flick, Jakob Helling und Alexandra Lehmler.