Die Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom, das Auditorium im Parco della Musica im Norden der Stadt.

Die Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom, das Auditorium im Parco della Musica im Norden der Stadt.

Santa Cecilia in Germania

Santa Cecilia - das ist natürlich nicht nur "La Bartoli", sondern auch das europäische Spitzenorchester aus Rom, das Orchestra dell`Accademia Nazionale di Santa Cecilia. Nun geht der Klangkörper auf Deutschland-Tournee.

Der Parco Musicale in Rom erinnert an gelandete Ufos mit seinen drei flachen Kuppeln. Ansonsten nimmt der im Jahr 2002 eröffnete backsteinfarbene Bau durchaus architektonische Elemente der Stadt auf, bis hin zu der ins Dach integrierten Freilufttribüne für Veranstaltungen auf der Piazza vor dem Gebäudekomplex, der auch einen Kammermusiksaal und ein Musuem beinhaltet.

Der große Konzertsssal hat knapp 2700 Plätze. Die Optik ist modern hölzern, man kann sich dort wohlfühlen, die Akustik ist ebenfalls gut. Jüngst führte das Orchester Bruckners Neunte auf, am Pult mit dem für Myung Whun-Chung eingesprungenen Inkinen Sermet, der seine Sache hervorragend machte und alle Teile des Werks gut zusammenhielt, klangschön und dynamisch differenziert.

Auf ihrer nun anstehehenden Deutschlandtournee spielen die Römer (leider) keinen Bruckner. Statt dessen gibt es die Orgelsinfonie von Saint-Saens und vor der Pause Beethovens viertes Klavierkonzert mit Hélèlne Grimaud. Stationen der Gastspielreise im April sind Berlin, Hannover, Hamburg, Frankfurt und München. Das Orchester wird geleitet von seinem Chefdirigenten Antonio Pappano.