Brexitpumps. Foto: Theater Mönchengladbach

Brexitpumps. Foto: Theater Mönchengladbach

Satirische Musikrevue

Das Musiktheater Mönchengladbach belebt die aus der Mode gekommene Gattung der Revue neu und verleiht ihr politisch-satirische Züge: „Let´s Stop Brexit! – Keep Calm and DrinkTea“.

Als very british und vor very aktuell kündigt das Theater Mönchengladbach seine nächste Premiere an. Regisseur und Autor Ulrich Proschka hat sich einem Thema gewidmet, das seit Monaten in aller Munde ist und gerade in den letzten Tagen weltweit für heiße Diskussionen und jede Menge Aufregung gesorgt hat: dem Brexit, Großbritanniens Austritt aus der EU.

Proschka hat dazu die heiter-satirische Musikrevue „Let´s Stop Brexit! – Keep Calm and DrinkTea“ geschrieben, die am Samstag, den 9. Februar 2019 um 19.30 Uhr im Theater Mönchengladbach ihre Uraufführung feiert. Als im Dezember 2017 die Idee geboren wurde, ein Stück zum Thema Brexit zu erfinden, konnte noch niemand ahnen, dass die Proben so nah an den aktuellen Entwicklungen und Verwicklungen liegen, ja, sogar von mancher Überraschung eingeholt würden.

„In den Pausen zwischen den Proben haben wir per Live-Stream die Abstimmungen verfolgt“, erzählt Proschka. „Jeden Tag haben wir geguckt, ob Theresa May noch da ist“, sagt er lachend. „Let´s Stop Brexit! – Keep Calm and Drink Tea“ spielt mit dem Szenario einer möglichen Verhinderung des britischen EU-Austritts durch eine flammende Pro-Europa-Rede von Premierministerin Theresa May und zieht liebevoll sämtliche britische Eigenarten durch den Kakao.

„Musikalisches Futter“ für die Musiknummern, die sich mit Dialogen abwechseln, hat Ulrich Proschka in den Werken des berühmten britischen Duos Gilbert & Sullivan gefunden. Zusammen mit seinem Librettisten William Gilbert begründete der Komponist Arthur Sullivan Ende des 19. Jahrhundertseine eigenständige englische Operettentradition, in der bis heute die Marke Gilbert & Sullivan als das Synonym für komische englische Oper steht. In ihren Werken parodieren die beiden auf intelligenteWeise „typisch Britisches“ und bieten eine Fülle an Vorlagen auch für die aktuelle Brexit-Diskussion.

Mit: Debra Hays, Gabriela Kuhn, Markus Heinrich und Matthias Wippich. Die musikalische Leitung der Niederrheinischen Sinfoniker hat Yorgos Ziavras. Das Musikalische Arrangement stammt von Martin Brenne. Bei den Vorstellungen sitzen die Zuschauer auf der Bühne, die von Ausstatterin Christine Knoll nach dem Vorbild des britischen Unterhauses gestaltet wurde. Dadurch können sie das Geschehen hautnah mitverfolgen und die besondere – britische – Atmosphäre genießen.