Die Kölner Bühnen.

Die Kölner Bühnen.

Schimmelpils statt Eröffnungskölsch

Im Juli will die Stadt Köln eine Prognose für die endgültigen Sanierungskosten und einen Eröffnungstermin für Oper und Schauspiel abgeben. Das ganze dürfte mehr als eine halbe Milliarde Euro kosten und noch bis weit ins nächste Jahrzehnt dauern. Jetzt ist auch noch Schimmel aufgetaucht.

Die Stadt teilt zum jetzt entdeckten Schimmel mit: Bei einer Kontrolle der Bodenabdeckungen im Steinfoyer des Opernhauses sind Spuren von Schimmel entdeckt worden. Erste Untersuchungen ergaben, dass Schimmelwachstum zwischen der während der Bauzeit installierten Schutzfolie und dem denkmalgeschützten Steinboden (alter Quarzit) aufgetreten ist. Der betroffene Bereich wurde vorsorglich gesichert und ein Experten-Team mit weiterführenden Untersuchungen und der Ausarbeitung eines entsprechenden Sanierungskonzepts beauftragt. „Da im Steinfoyer die Arbeiten schon lange abgeschlossen sind, sehen die Experten auch rückblickend keine Gesundheitsgefahr für die auf der Baustelle arbeitenden Menschen. Das ist für uns erstmal die wichtigste Nachricht“, zeigt sich der Technische Betriebsleiter Bernd Streitberger erleichtert. „Dadurch dass der Schimmel unter der Schutzfolie eingeschlossen war, hatten die Sporen nach Ansicht der Biologen wenig Möglichkeiten zur Ausbreitung“, so Streitberger optimistisch.  
 
Da der Schwerpunkt  aktuell auf den planerischen Prozessen im Sanierungsprozess liegt, rechnen die Bühnen auch im Falle einer großflächigen Schimmel-Sanierung nicht mit Zeitverzögerungen für das Gesamtprojekt. Wegen des im Augenblick unklaren Umfangs können zu den Kosten noch keine Prognosen getroffen werden. Zudem prüfen die Bühnen gemeinsam mit dem beauftragten Sachverständigen die Schadensursache, um gegebenenfalls bestehende Ansprüche gegenüber Versicherungen anmelden zu können.