Ballett Dortmund - "Hora" mit Ida Kallanvaar, Ensemble. Foto Bettina Stöß

Ballett Dortmund - "Hora" mit Ida Kallanvaar, Ensemble. Foto Bettina Stöß

Schon die Nominierung ist ausgezeichnet

Das Ballett des Dortmunder Theaters ist zum Prix Benois de la danse ins Bolschoi Theater Moskau eingeladen. Dort wird der "Oskar des Tanzes" vergeben.

Das Ballett Dortmund ist zu einem der prestigeträchtigsten Tanzfestivals, dem Prix Benois de la danse, ins Moskauer Bolschoi Theater eingeladen worden. Für den „Oskar des Tanzes“ wurde Edward Clug mit seiner Dortmunder Choreografie „Hora“ nominiert. Ida Kallanvaara und Giacomo Altovino, Solisten des Dortmunder Balletts, werden am 30. Mai im Bolschoi Theater zu sehen sein. Lucia Lacarra und Marlon Dino werden am Folgetag in der Gala der Stars der Geschichte des Prix Benois das Ballett Dortmund repräsentieren.

Der Prix Benois de la Danse ist einer der prestigeträchtigsten Ballettwettbewerbe. Gegründet von der Internationalen Tanzvereinigung in Moskau im Jahr 1991, findet er jedes Jahr statt. Die Jury des Preises besteht aus den anerkanntesten Ballett-Persönlichkeiten weltweit. Preise werden in den Kategorien Ballerina, Danseur, Choreografie, Komposition und Design gegeben.

Die Jury unter dem Vorsitz von Yuri Grigorovich hat in diesem Jahr u.a. Edward Clug mit seiner Dortmunder Choreografie HORA nominiert. HORA, die vom Ballett Dortmund uraufgeführt wurde, kombiniert verschiedene Kreis- oder Rundtänze aus der Folklore des Balkanraums zu einem neuen Tanzerlebnis. Der Kreistanz hatte im Balkanraum während der mehr als 500 Jahre dauernden Besetzung durch das osmanische Reich eine wichtige gesellschaftspolitische Bedeutung und identitätsstiftende Funktion. In Rumänien, Edward Clugs Geburtsland, wird die „Hora“ an Hochzeiten und großen Volksfesten getanzt. In einem großen geschlossenen Kreis vereint der Tanz alle Menschen, ungeachtet ihrer gesellschaftlichen Stellung.

Zur Nominierung von HORA für den Prix Benois de la danse erklärt der Dortmunder Ballettdirektor, Xin Peng Wang: „Es macht mich sehr stolz, dass wir in diesem Jahr in Moskau mit dabei sind. Das Dortmunder Ballett hat einmal mehr seine Leistungsfähigkeit aber auch seine internationale Strahlkraft unter Beweis gestellt. Besonders freue ich mich aber auch, dass Ida Kallanvaara und Giacomo Altovino, zwei Tänzer, die noch vor kurzer Zeit bei uns im NRW-Juniorballett „gelernt“ haben, nun auf der Bühne des ehrwürdigen Bolschoi Theaters stehen. Für mich ist das eine wunderbare Bestätigung unseres Engagements für den Nachwuchs.“