Szene aus "Die Liebe zu den drei Orangen" in Essen. Foto: Thilo Beu

Szene aus "Die Liebe zu den drei Orangen" in Essen. Foto: Thilo Beu

Schrille Hochkultur als Integrationshilfe

Es gibt einige Opern mit Flüchtlingen, sei es in der Handlung oder in diese eingebaut. In Essen gibt es jetzt eine Repertoirevorstellung für Flüchtlinge: Ein Integrationsangebot, das auch vielen Mitgliedern ohne Migrationshintergrund gut täte.

Am Sonntag, 18. Dezember 2016, um 16:30 Uhr sind Essener Flüchtlinge in die Oper eingeladen. Der in Frage kommende Personenkreis wird durch den Fachbereich Interkulturelle Orientierung/Kommunales Integrationszentrum Essen über die verschiedenen Essener Flüchtlingsinitiativen informiert.

Für die geflüchteten Menschen ist das Angebot die Gelegenheit, das Opernhaus kennenzulernen und zweieinhalb Stunden mit Sergej Prokofjews surrealer Märchenoper, die sich durch beißenden Witz und schillernde Ironie auszeichnet, zu verbringen und sich damit auf abendländische Hochkultur einzulassen.

Die Inszenierung des französischen Regisseurs Laurent Pelly setzt auf opulente Bilder und viel Tempo. Auf seine Kosten kommt somit auch, wer den französischen Originaltext oder die deutschsprachigen Übertitel nicht verstehen kann.