Plakette am Robert-Schumann-Haus in Zwickau. Foto: Gregor Lorenz

Plakette am Robert-Schumann-Haus in Zwickau. Foto: Gregor Lorenz

Schumann startet in der Neuen Welt

Im Mittelpunkt steht Schumanns Beziehung zu seiner Geburtsstadt. „Geliebte Heimat“ lautet daher das einem Brief an die Mutter entnommene Thema des Festivals, dessen Wurzeln in das Jahr 1847 zurückreichen.

Mit einem Konzert der Dortmunder Philharmoniker im Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“ beginnt am Donnerstag, 31. Mai, das Schumann-Fest 2018. Bis zum 10. Juni sind Konzerte, Lesungen, Kinderveranstaltungen oder Führungen zu erleben. Zu den auftretenden Künstlern gehören beispielsweise der in London lebende Pianist Andreas Boyde, die Schumann-Nachfahrin Heike-Angela Moser, die Preisträgerin des Internationalen Schumann-Wettbewerbs 1996, Dana Ciocarlie, und das Ensemble Raro. Zu den Höhepunkten zählt außerdem das romantische Lichterfest am 8. Juni. Aus Anlass des Stadtjubiläums „900 Jahre Zwickau“ findet außerdem erstmals der Internationale Robert-Schumann-Chorwettbewerb im Rahmen des Schumann-Festes statt.  

Ein Highlight wird bereits das Eröffnungskonzert, das von den Philharmonikern aus der Stadt gestaltet wird, mit der Zwickau seit 1988 eine Städtepartnerschaft verbindet. Die Leitung hat der rumänische Altmeister Christian Mandeal; Solist ist der durch zahlreiche Veröffentlichungen als Schumann-Spezialist ausgewiesene Pianist Andreas Boyde. Er spielt die Klavierkonzerte von Robert und Clara Schumann.  

Ab dem 2. Juni gibt es die Stadtführung „Auf Schumanns Spuren“, zwei Klavierkonzerte und eine Brieflesung im Robert-Schumann-Haus, einen Gottesdienst im Dom St. Marien, wo Schumann als Elfjähriger seinen ersten Konzertauftritt hatte, sowie ein Konzert mit Schülern des Zwickauer Robert Schumann Konservatoriums.  

Am Mittwoch, dem 6. Juni, startet mit dem Auftaktkonzert schließlich der Schumann-Chorwettbewerb. Bis einschließlich Samstag finden die Wertungssingen im Konzert- und Ballhaus „Neue Welt“ statt. Dort wird am Abend des 9. Juni auch das Abschlusskonzert mit dem Wettbewerb um den Robert-Schumann-Chorpreis 2018 stattfinden. Erwartet werden 17 Ensembles aus Deutschland, Dänemark, Österreich, der Ukraine, den USA, Estland, Indonesien, Slowenien, Ungarn, China, Russland sowie der Türkei.  

Am Freitag, 8. Juni, findet am Robert-Schumann-Denkmal zunächst das traditionelle „Geburtstagsfest“ statt. Abends ist dann das Romantische Lichterfest im Schwanenteichpark. In dem durch Lichter illuminierten Park sind auf fünf Bühnen unterschiedlichste Musikdarbietungen, Feuershows und Theaterangebote zu erleben. Auftreten werden unter anderem das Lara-Kostina-Trio sowie Chöre des Internationalen Wettbewerbs.  

Das Schumann-Fest endet am Sonntag, dem 10. Juni, mit dem Abschlusskonzert, das um 17 Uhr im Schloss Planitz stattfindet, dem Sitz des musischen Clara-Wieck-Gymnasiums. Das Ensemble Raro, angeführt von der Geigerin Alina Pogostkina, spielt Klavierquartette von Robert Schumann und Wolfgang Amadeus Mozart.

Robert Schumann wurde am 8. Juni 1810 als Sohn eines Buchverlegers am Hauptmarkt geboren. In Zwickau verbrachte er seine Kindheit, besuchte die Schule und verfasste erste Dichtungen und Kompositionen. Auch nachdem er 1828 seine Heimatstadt verlassen hatte, kehrte er noch oft, teilweise für mehrmonatige Aufenthalte, zurück. Zuletzt war er hier, als es 1847 erstmals ein Schumann-Fest in Zwickau gab, an dem er und seine Frau Clara mitwirkten.