Alexei Ratmansky und seine Züricher Tänzer bei der Probenarbeit. Foto: Gregory Batardon

Alexei Ratmansky und seine Züricher Tänzer bei der Probenarbeit. Foto: Gregory Batardon

Schwanensee reloaded

John Neumeier hatte es mit seinem Hamburg-Ballett Mitte der 70er Jahre getan, allerdings nur mit dem zweiten Akt. Nun bekommt Zürich eine dreiaktige Komplett-Rekonstruktion der Schwanensee-Choreografie aus dem Jahr 1895.

Dass die nächste Premiere des Balletts Zürich mit ganz besonderer Spannung erwartet wird, liegt an Alexei Ratmansky, einem der wichtigsten Choreografen unserer Zeit. Er arbeitet erstmals in der Schweiz. Der einstige Direktor des Moskauer Bolschoi-Balletts ist seit 2009 "Artist in Residence" am American Ballet Theatre in New York und gefragter Gast bei den besten Compagnien der Welt.

Für das Ballett Zürich rekonstruiert Alexei Ratmansky die dreiaktige Schwanensee-Fassung von Marius Petipa und Lew Iwanow aus dem Jahr 1895. Mit Hilfe der Stepanow-Notation, einem Ende des 19. Jahrhunderts entwickelten System der Ballettkodifizierung, sowie anhand von Fotos, Filmaufnahmen und Aufzeichnungen aus der Entstehungszeit lässt er das Werk in seiner ursprünglichen Gestalt wiedererstehen und ermöglicht so den spannenden Blick auf eine versunkene Balletttradition. Viktorina Kapitonova tanzt die Rolle der Odette/Odile; als Prinz Siegfried ist Alexander Jones zu sehen. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Rossen Milanov.

http://www.opernhaus.ch/vorstellung/detail/schwanensee-06-02-2016-17454/