Auch die Karriere des jungen Dresdner Baritons Sebastian Wartig verlief über den Bundeswettbewerb Gesang. Foto: Bundeswettbewerb Gesang

Auch die Karriere des jungen Dresdner Baritons Sebastian Wartig verlief über den Bundeswettbewerb Gesang. Foto: Bundeswettbewerb Gesang

So international wie das wirkliche Opernleben

Beim Bundeswettbewerb Gesang werden in Deutschland geborene Preisträger künftig wohl die Ausnahme sein. Denn der Wettbewerb öffnet sich in diesem Jahr erstmals auch Studenten aus allen EU-Ländern und der Schweiz.

Beim Bundeswettbewerb Gesang haben Nachwuchstalente für Oper, Operette und Konzert die Möglichkeit,  sich mit ihrem Repertoire vor renommierten Juroren zu beweisen. Die Teilnehmer haben im Hauptwettbewerb die Chance auf einen der Preise in Gesamthöhe von 51.900 Euro und können sich im Herbst beim großen Finalkonzert in der Berliner Staatsoper im Schiller Theater vor Intendanten, Regisseuren und Casting-Direktoren präsentieren.

Um noch mehr Nachwuchstalenten die Chance zu geben, können sich in diesem Jahr nun erstmals auch junge Künstler mit EU- oder Schweizer Pass bewerben, wenn sie in Deutschland seit mindestens zwei Semestern Gesang studieren oder einen Abschluss erworben haben. Der Bewerbungszeitraum startet am 1. Juni und läuft bis zum 1. September 2016.

Zu den Juroren, die über die Nachwuchstalente entscheiden, gehören in diesem Jahr die Sänger und Sängerinnen Tobias Berndt, Ingeborg Danz, Michaela Kaune und Michael Volle sowie Philip Bröking, Operndirektor der Komischen Oper Berlin, Marcus Bosch, Generalmusikdirektor des Staatstheaters Nürnberg, Kay Kuntze, Generalintendant Theater & Philharmonie Thüringen, und der Künstlerische Betriebsdirektor der Staatsoper im Schiller Theater Tobias Hasan. Außerdem befinden sich weitere Regisseure, Intendanten und ausgewählte Fachjournalisten unter den Juroren.

Bis zum 1. September können sich zwischen 1986 und 1999 geborene Talente bewerben, um sich anschließend in den bundesweiten Vorauswahlen vor den Juroren zu beweisen. Wer dort zu den besten gehört, hat im Hauptwettbewerb die Chance sich in den Finalrunden in Berlin noch einmal zu zeigen und nach erneutem Bestehen im großen Finalkonzert am 28. November in der Staatsoper im Schiller Theater unter Begleitung der Staatskapelle Berlin aufzutreten. Moderiert wird das große Abschlusskonzert von Star-Geiger Daniel Hope, die Leitung übernimmt der Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein Axel Kober.

www.bwgesang.de