Opfer des Planungschaos: Die Kölner Oper.

Opfer des Planungschaos: Die Kölner Oper.

"Sozialdemokraten verweigern sich Neuanfang"

Das Chaos um die Sanierung der Kölner Oper und der Museen der Domstadt wird immer größer. CDU, FDP und Grüne wollen die nach Meinung vieler völlig überforderte Kulturdezernentin ablösen. Aber was will die SPD?

„Wir sind davon überzeugt, dass das Kulturdezernat einen Neuanfang benötigt. Daher stehen wir weiterhin zu unserer Entscheidung, die Abwahl der Beigeordneten Susanne Laugwitz-Aulbach zu befürworten", sagen die Fraktionsvorsitzenden Bernd Petelkau (CDU), Kirsten Jahn (GRÜNE) und Ralph Sterck (FDP):

„Allerdings sind wir verwundert, dass die SPD-Fraktionsführung noch immer nicht auf unser Gesprächsangebot reagiert hat. Damit verweigern sich die Sozialdemokraten einem Neuanfang im Kulturdezernat.“

Weil das Abwahl-Verfahren immer wieder in Zusammenhang mit der desolaten Bühnen-Sanierung gebracht wird, stellt Bernd Petelkau erneut fest: „Das Opern-Debakel steht nicht im Zentrum unserer Kritik. Für unsere Entscheidung war und ist das Managementversagen von Frau Laugwitz-Aulbach ausschlaggebend. Im Kulturdezernat geht es drunter und drüber – und das liegt mitnichten an den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern am Missmanagement und an der mangelhaften Führung der Dezernentin.“  

„Das eklatante Organisationsversagen bei der MiQua-Planung (Archäologische Zone vor dem Rathaus, die Red.) und den Sanierungsvorhaben der Museen zwingen uns zum Handeln. Aus Verpflichtung gegenüber der Kulturstadt Köln brauchen wir dringend einen Neuanfang mit einer Persönlichkeit, die das Kulturmanagement mit Leidenschaft beherrscht, und kommunikativ wie auch verlässlich handelt“, bekräftigt Kirsten Jahn.

„Gerade deshalb muss auch die SPD-Fraktion Verantwortung übernehmen, statt mit dem Bühnenprüfungsbericht vom Auslöser um die Sanierung des Römisch-Germanischen Museums abzulenken und auf Zeit zu spielen“, sagt Ralph Sterck: „Es geht uns allen darum, noch größeren Schaden von der Kulturstadt Köln abzuwenden. Dieses Interesse müsste die SPD auch haben, was sie jetzt unter Beweis stellen kann und muss.“